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Das hilft wirklich bei Blasenschwäche nach der Geburt

Etwa 20 Prozent aller Frauen leiden kurz nach der Geburt unter Blasenproblemen. Promis wie Kate Winslet haben die Thematik bereits mutig angesprochen und zeigen damit, dass sich betroffene Mütter keineswegs schämen müssen. Doch woher kommt die plötzliche Blasenschwäche, und was kann man gegen das unkontrollierte Wasserlassen tun? Wir haben die besten Tipps zusammengefasst.

Woher kommt der plötzliche Urinverlust?

Kurz genießt, gehustet, gehüpft oder einfach nur das Kind hochgehoben, und schon ist es geschehen - etwas Urin landet im Slip. Der Grund dafür liegt meistens in der Schwangerschaft und der Geburt, denn während der Schwangerschaft werden Blase und Beckenboden enorm strapaziert. Zum einen liegt das Gewicht des Kindes auf dem Unterleib, zum anderen wird das Gewebe nachgiebiger, um für die Geburt gewappnet zu sein. Dadurch lässt jedoch die Stützfunktion des Bindegewebes nach und der Schließmuskel der Blase funktioniert nicht mehr richtig.

Diese Art Blasenschwäche tritt bei frischgebackenen Müttern meist in Form der Belastungsinkontinenz oder der Stressinkontinenz auf - was wiederum heißt, dass man sich keineswegs für immer mit den Beschwerden abfinden muss. Nichtsdestotrotz benötigt die Regeneration des Beckenbodens eine gewisse Zeit, sodass du dich nicht stressen solltest, wenn in den ersten Monaten nach der Geburt der eine oder andere Tropfen danebengeht.

Mit sanften Methoden zu mehr Kontrolle

Um den Beckenboden zu straffen und dabei zu unterstützen, wieder koordiniert und selbstständig zu arbeiten, musst du üben, üben, üben. Nicht ohne Grund wird Müttern dazu geraten, nach der Geburt einen sogenannten Rückbildungskurs zu belegen, bei dem gezielt der Unterleib trainiert wird.

Ebenso sinnvoll sind Beckenbodenübungen, die du mehrmals täglich zuhause durchführen kannst. Hierfür kannst du entweder deine Hebamme nach Übungen fragen oder im Internet auf www.tena.de hilfreiche Tipps zum Thema nachlesen, die sich im Alltag gut umsetzen lassen.

Genauso wichtig ist es, dass du deine Blase ständig trainierst. Geh also wenn möglich nicht sofort auf die Toilette, wenn du einen leichten Harndrang verspürst, sondern versuche den Toilettengang ein klein wenig länger hinauszuzögern. Damit du das Ganze durchhältst, solltest du auf harntreibende Getränke wie Kaffee oder Cola verzichten.

Was viele vergessen: Auch eine gerade Körperhaltung kann den Druck auf die Blase verringern. Versuche also, bei sämtlichen Tätigkeiten die Haltung zu bewahren, um deinen Unterleib zu entlasten. Wichtig ist auch, dass du deinen Beckenboden bewusst anspannst, wenn du schwere Gegenstände oder dein Kind hochhebst. Am besten gelingt das, indem du dir vorstellst, du würdest auf der Toilette den Urinstrahl mittendrin stoppen. Alternativ kannst du dir auch vorstellen, du würdest mit deinem Unterleib einen Gegenstand festhalten, damit er nicht zu Boden fällt. Durch die Anspannung trainierst du einerseits deine Muskeln und verhinderst andererseits, dass ungewollt Urin austritt.

Außerdem kann es helfen, die Muskulatur mittels Elektrostimulation zu trainieren. Erst wenn diese konservativen Mittel nicht helfen, solltest du mit deinem Arzt über eine medikamentöse oder gar operative Behandlung sprechen.

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(Bildrechte: Flickr STN_3117 Studio N Photography - Natalie Mancino CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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