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Familienpolitik - Was wollen Eltern?

Kinderfreundliche Politik als Vision der Gesellschaft

Was wünschen sich Eltern heute?

Mehr Kita-Plätze, mehr Unterstützung für benachteiligte Familien und den Erhalt deseine Beibehaltung des Ehegattensplittings: Eltern wünschen sich einer Umfrage zufolge mehr Chancengleichheit und verlässliche Rahmenbedingungen.

Mit der derzeitigen Familienpolitik sind die Befragten unzufrieden, wie aus einer Studie hervorgeht, obwohl neue zuzahlungsfreie Leistungen für Schwangere und Mütter definiert wurden. 61 Prozent haben demnach nicht den Eindruck, dass die schwarz-gelbe Koalition konkrete familienpolitische Ziele verfolgt. Leider fehlen den Müttern und Vätern fehle "die Richtung und die Vision".

Größter Wunsch - Einheitliches Bildungssystem

Im Rahmen der repräsentative Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Magazine "Eltern" und "Eltern Family" 1.000 Mütter und Väter mit Kindern unter 18 Jahren. Fast 90 Prozent der befragten Eltern wünschen sich vom Staat, benachteiligte Familien stärker zu unterstützten. 54 Prozent der Umfrageteilnehmer beklagten große oder einige Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Lediglich 25 Prozent der befragten Eltern ist der Meinung, dass genügend Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren vorhanden sind. Jeder Zweite (48 Prozent) würde den ab August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz einklagen. Am Bildungssystem in Deutschland stören die Eltern vor allem die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern: 93 Prozent halten eine bundesweite Vereinheitlichung für dringend erforderlich.

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Für sinnvoll und unverzichtbar hält die Mehrheit der Eltern das Ehegattensplitting: 81 Prozent finden diese steuerliche Entlastung gut. Auch unter den nicht verheirateten Eltern wird diese zu 71 Prozent befürwortet und selbst unter den Wählern von SPD und Grünen, die das Splitting reformieren wollen, liegt die Zustimmung bei 83 beziehungsweise 76 Prozent.

Auch auf das umstrittene Betreuungsgeld, das ab August gezahlt wird, wollen viele Eltern der Umfrage zufolge nicht verzichten. Für eine Rücknahme der Maßnahme angesichts knapper Haushaltskassen sprachen sich trotz aller Kritik nur 49 Prozent aus.

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Arbeitsteilung mit dem Partner - leider noch kein Usus

Die traditionelle Rollenverteilung hat für die meisten Paare ausgedient. Nur noch 6 Prozent sprechen sich dafür aus, dass nur der Mann arbeitet und die Frau sich um Haushalt und Kinder kümmert. Stattdem werden neue Formen der Arbeitsteilung bevorzugt. 40 Prozent finden es gut, wenn der Vater Vollzeit arbeitet und die Mutter Teilzeit, 38 Prozent der Paare favorisieren die Variante, dass beide Elternteile ihre Arbeitszeit auf 30 Stunden reduzieren und sich Hausarbeit und Kinder teilen.

Die Realität sieht jedoch noch ganz anders aus: Nur 6 Prozent der Familien praktizieren das Doppel-Teilzeitmodell, 14 Prozent leben das Alleinverdiener-Modell. Bei der Mehrheit (57 Prozent) der befragten Eltern arbeitet der Mann Vollzeit, während die Frau sich neben ihrem Teilzeitjob um Hausarbeit und Kinder kümmert. Die jeweilige Entscheidung hat vor allem finanzielle Gründe: Für 45 Prozent wäre das Einkommen zu gering, wenn sie ihr Wunschmodell umsetzen würden.

Eine frühe Rückkehr in den Job nach der Geburt hat für die meisten Eltern keine Priorität. 25 Prozent der Befragten gaben an, Frauen sollten ein Jahr nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Nach Ansicht von 42 Prozent sollten Frauen mindestens 3 Jahre damit warten. Die Eltern seien nicht konservativer als erwartet, sondern realistisch, sagt Lewicki, Chefredakteuring von "Eltern". Zu früh wieder in den Beruf zurückzukehren, sei für viele Frauen einfach überfordernd.

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(Quelle Bild: istockphoto)

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