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Ist mein Baby hyperaktiv?

Jedes 25. Kind ist hyperaktiv

Noch vor wenigen Jahren war dieses Phänomen fast unbekannt und Kinder mit derart auffälligen Verhaltensweisen wurden als „bösartig“ oder einfach nur „quengelig“ abgetan.

Mittlerweile ist Hyperaktivität zu einem Schlagwort in der Pädagogik und den Medien geworden, denn die Anzahl der betroffenen Kinder ist nicht zu unterschätzen.

Knapp 4% der Kinder werden als hyperaktiv bezeichnet, wobei jedoch der Ausprägungsgrad von leicht bis schwer betrachtet wird. Zudem gilt es Hyperaktivität von Hochbegabung zu unterscheiden. Ihre Eltern sind in vielen Fällen erst einmal damit überfordert.

Hyperaktivität genetisch bedingt

Ursache ist meist eine kleine, genetisch bedingte Anomalität der neuronalen Signalverarbeitung im Gehirn. Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, ein erniedrigtes Geburtsgewicht, Infektionen, verschiedene Schadstoffe sowie Erkrankungen oder Verletzungen des Zentralen Nervensystems gelten als Risikofaktoren, sowie auch während der Schwangerschaft stattfindende Belastungen durch Alkoholkonsum und Rauchen.

Ein hyperaktives Kind zeigt ein nicht ausreichend kontrollierbares und besonders aktives Verhalten. Motorische Unruhe und überschießenden Reaktionen fallen auf. Natürlich gibt es auch einfach sehr temperamentvolle Kinder, welche immer voller Energie sind und schnell auf Hochtouren kommen. Hyperaktivität dagegen ist ein Symptom für eine meist psychische oder andere Erkrankung wie das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS/ADHS) oder die Schilddrüsenüberfunktion.Das Buch - Wackelpeter und Trotzkopf, Hilfe bei ADHS - bestellen

Betroffenen Kindern zeigen oft folgende Verhaltensauffälligkeiten, die nicht zwingend parallel auftreten müssen: Das Kind zeigt oft Wutausbrüche und ist schnell gereizt, ist nicht aufmerksam sondern lässt sich schnell ablenken oder es fällt eine besondere Vergesslichkeit auf.

Das Kind benimmt sich unbedacht und riskant. Im schulischen Umfeld wird oft eine langsame Aufgabenlösung beobachtet, eine Schere zwischen offensichtlicher Intelligenz und erbrachter Leistung, was oft zu einem hohen Frustrationsgrad führt. Sie sollten diese Auffälligkeiten jedoch eine längere  Zeitraum beobachten, ehe Sie Hyperaktivität in Erwägung ziehen.

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Auffälligkeiten beim Baby beobachten

Doch bereits im Babyalter können hyperaktive Kinder auffallen, sie schreien oft und zu viel, laut und schrill, lassen sich fast nicht beruhigen, müssen sich permanent bewegen, können nicht ruhig mit ihrem Spielzeug spielen, sind reizbar und quengelig. Auch eine besondere Zuwendung beruhigt sie nicht, denn sie verweigern körperlichen Kontakt und möchten nicht schmusen.

Das Buch - Neues vom Zappelphilipp, ADS verstehen - bestellenNeben den negativen Auffälligkeiten haben hyperaktive Kinder jedoch viele Stärken, d.h. positive Eigenschaften. Dazu zählen eine höchste Sensibilität (Hypersensibilität) und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, Begeisterungsfähigkeit und hohe Kreativität und Offenheit, Impulsivität und höchste Konzentrationsfähigkeit, die - richtig dosiert, diese Kinder zu interessanten Gesprächspartnern macht und konzentrierten Arbeiten an speziellen Themen befähig. So führt Hyperaktivität oft zu besonderer Begeisterung, wie beispielsweise am Leistungssport.

Besteht der Verdacht auf eine Hyperaktivität, so benötigt Ihr Kind psychologische und/oder medizinische Hilfe, denn es verhält sich nicht aus Böswilligkeit so. Voraussetzung für jede Behandlung von Hyperaktivität ist eine fundierte Diagnose durch einen mit der Materie vertrauten Psychologen oder auch Arzt. Ziel der Therapie ist stets, das individuelle vorhandene Potential und die Stärken der Hyperaktivität auszuschöpfen, die sozialen Fähigkeiten zu verbessern und u.U. auftretende Begleitstörungen zu behandeln.

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(Quelle Bild: Istockphoto)

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