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Fußproblemen in der Schwangerschaft begegnen

Eine Schwangerschaft bringt eine Menge Veränderungen mit sich. Viele Frauen klagen während dieser Zeit und oft auch danach noch über diverse Fußbeschwerden - Schmerzen, Schwellungen und nachhaltige anatomisch Veränderungen. Plötzlich brauchen Schwangere nicht nur Umstandsmode, sondern auch neues Schuhwerk.

Das Phänomen der wachsenden Füße

Schwangere leben häufig "auf großem Fuß". Was oft als bloßer Mythos abgetan wird, ist statistisch belegt. Denn nicht nur der Bauch gewinnt kontinuierlich an Größe, zu den anatomischen Veränderungen während der Schwangerschaft zählen oft auch wachsende Füße. Das Ergebnis regelmäßiger Messungen von Füßen schwangerer Frauen im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Iowa ergab, dass die Füße um bis zu anderthalb Schuhgrößen wachsen können. Von größeren Füßen sind etwa 70 Prozent der schwangeren Frauen betroffen.

Die Veränderungen stellen sich oft schon im frühen Schwangerschaftsstadium ein und treten insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel deutlich ausgeprägt auf. Das hat mehrere Ursachen:

  • Zum einen nimmt die Festigkeit des Fußgewölbes in der Schwangerschaft ab. Die Ursache dafür ist die vermehrte Produktion des Hormons Progesteron, wodurch das Gewebe weicher wird. Was besonders förderlich für die Geburt ist, wirkt leider unter anderem auch im Fußgewebe.
  • Zum anderen ist die Auswirkung des zusätzlichen Körpergewichts auf die Füße, die die gesamte Last tragen, nicht zu unterschätzen. Neben der zunehmenden Größe des Fötus ist es vor allem das wachsende Gewicht, das durch die Wassereinlagerungen etwa ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft entsteht, welches zunehmend auf die Lymphgefäße und Venen drückt. Das Blut wird langsamer zum Herzen zurückgepumpt und staut sich in den Gliedmaßen, so auch in den Füßen und Beinen.
  • Werdende Mütter produzieren ca. 20 Prozent mehr Blut, um das Ungeborene mit allem Nötigen zu versorgen. Auch der dadurch erhöhte Druck auf die Gefäße lässt die Flüssigkeit ins Gewebe fließen und die Füße anschwellen.
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Fußfehlstellungen sind oft dauerhaft

Im Gegensatz zum Schwangerschaftsbauch, der sich irgendwann wieder zurückbildet, verändern sich die Füße in vielen Fällen dauerhaft. Nach der Schwangerschaft, wenn der Körper die Wassereinlagerungen wieder ausgeschwemmt hat, gehören geschwollene Füße zwar wieder der Vergangenheit an. Doch eine weit verbreitete, bleibende Folge des zusätzlichen Körpergewichts und des schwächeren Gewebes ist der Platt- und Spreizfuß. Er entsteht, wenn sich bedingt durch die zwei oben genannten Faktoren das Quergewölbe im Vorfußbereich absenkt und die Füße dadurch flacher werden. Wer trotz größerer Füße zu kleine Schuhe trägt, riskiert außerdem mit der Zeit weitere Fußfehlstellungen wie Hallux valgus, wenn sich der große Zeh immer weiter nach innen in Richtung der Nachbarzehen schiebt.

Eine beruhigende Nachricht für Mütter mit weiterem Kinderwunsch: Den Forschern der Universität Iowa zufolge beschränkt sich der Effekt des Fußwachstums auf das erste Kind. Die zweite und dritte Schwangerschaft verändern die Anatomie der Füße nicht mehr weiter.

Den Füßen Gutes tun

Um Fußproblemen vorzubeugen und die Beschwerden zu mildern, sollten Schwangere die folgenden Hinweise berücksichtigen:

  • Genügend Entspannung ist auch für die Fußgesundheit wichtig. Werdende Mütter sollten ihre Füße so oft wie möglich hochlegen, um den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zurück zum Herzen anzuregen und so gefährlichen Ödemen vorzubeugen. Fußbäder mit ätherischen Ölen tragen zur Entspannung bei.
  • Enge, nicht mehr passende Schuhe sollten betroffene Frauen unbedingt durch bequeme ersetzen. Der auf orthopädische Schuhe spezialisierte Anbieter Lashoe hat beispielsweise modische Sneaker im Sortiment, die im Vorfußbereich extra viel Komfort bieten und sogar bei Hallux valgus einen eleganten Fuß zaubern.
  • Bewegung ist das A und O für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Jede Schwangere kann ihre Lieblingssportart ausüben (solange sie mit der Schwangerschaft verträglich ist), um den Kreislauf anzuregen und fit zu bleiben. Gezielte Fußgymnastik ist besonders empfehlenswert, da sie die Fußmuskulatur kräftigt.
  • Wechselduschen sorgen für eine bessere Durchblutung und ein stärkeres Gewebe, was auch für die Füße gut ist. Als Nebeneffekt kräftigen sie das Immunsystem. Schwangere sollten jedoch sehr maßvoll mit dem Temperaturwechsel umgehen und sich langsam steigern.
  • Massagen verbessern den Lymphfluss und verhindern, dass Beine und Füße anschwellen.
  • Auch Barfußlaufen regt die Durchblutung an und ist gut für die Fußgesundheit.


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Bildrechte: Flickr Sandy Feet Tobias Lindman CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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