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Die christlichen Feiertage

Was bedeuten sie - Wann finden sie statt?

Gegenüber anderen Religionen sind die Christen Meister im Feiern. Sie haben rund 20 Festtage im Jahr und damit mehr als alle anderen Religionen.

Das Kirchenjahr besteht vor allem aus den zuerst um Ostern, dann auch um Weihnachten herum gebildeten Festkreisen, die in der Christentumsgeschichte allmählich zu einem Jahreszyklus vervollständigt wurden.

Hier eine Übersicht zur Bedeutung der christlichen Feiertage, was gefeiert wird und wann sie für die folgenden Jahre terminiert sind:

Ostern - Das Osterfest

Jedes Jahr wird im Christentum die Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi an Ostern gefeiert. Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. Lange dachte man, dass die Bezeichnung "Ostern" von "Estre", dem Namen der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit abgeleitet wurde. Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass "Ostern" von "Ostarum", also "Morgenröte" abgeleitet wurde.

Die Karwoche ist die letzte Woche vor Ostern und beginnt mit dem Palmsonntag, an welchen die Christen den Einzug Jesu in Jerusalem feiern. Das letzte Abendmahl wird am Gründonnerstag gefeiert, woraufhin am Karfreitag des Todes Jesu am Kreuz gedacht wird. Am Karsamstag ist Grabesruhe und am dritten Tage, also am Ostersonntag wird schließlich die Auferstehung/Auferweckung Jesu gefeiert.

   Termine  
   Karfreitag bis Ostermontag  
2016 25. - 28. März
2017 14. - 17. April
2018 30. März - 02. April
2019 19. - 22. April
2020 11. - 13. April
2021 02. - 05. April

Christi Himmelfahrt

Das Gedächtnis der Erhöhung Christi wird 40 Tage nach dem Ostersonntag, also immer an einem Donnerstag, gefeiert. Diese 40 Tage gehen zurück auf das Zeugnis des Lukas: "Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes redete."

   Termine  
          Christi Himmelfahrt          
2016 05. Mai
2017 25. Mai
2018 10. Mai
2019 30. Mai
2020 21. Mai
2021 13. Mai

Pfingsten - Das Pfingstfest

Das Pfingstfest ist 50 Tage nach dem Osterfest. Pfingsten ist in der Kirche das Fest des heiligen Geistes, der auf die Aposteln herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren (Apostelgeschichte 2).

Lukas gebrauchte die Erzählelemente der Ereignisse am Sinai für seine Schilderung des Geschehens am Pfingsttage und wollte so deutlich machen: was am Sinai für das jüdische Volk geschah, das wiederholte sich Pfingsten für alle Völker: eine neue Gesetzgebung, das Gesetz der Liebe für das "neue Israel", die Kirche. Auch Sprachverwirrungen, die beim Turmbau zu Babel erfolgt waren (1. Mose 11, 1-9) wurden nun durch eine Sprache des Geistes überwunden, Verständigung wurde nun möglich unter Menschen, zwischen Menschen und Gott (Apostelgeschichte 2,6).

   Termine  
Pfingstsonntag/Pfingstmontag
2016 15. / 16.  Mai
2017 04. / 05. Juni
2018 20. / 21. Mai
2019 09. / 10. Juni
2020 31. Mai / 01. Juni
2021 23. / 24. Mai

Fronleichnam

Der römisch-katholische Feiertag Fronleichnam, das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten, gefeiert. Der Name "Fronleichnam" stammt von "fron", "Herr", und "lichnam", "Leib", weist also auf die Elemente der Eucharistie hin.

Fronleichnam ist nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, NRW, Hessen und Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

   Termine  
                  Fronleichnam               
2016 26. Mai
2017 15. Mai
2018 31. Mai
2019 20. Mai
2020 11. Juni
2021 03. Juni

Mariä Himmelfahrt (15. August)

Das Hochfest wurde im 6. Jahrhundert zunächst als Fest der "Dormition", der "Entschlafung" Mariens begangen und Ende des 6. Jahrhunderts vom oströmischen Kaiser Mauritius auf den jetzigen Tag gelegt. Im 7. Jahrhundert feierte man das Fest "Aufnahme Mariens" in Gallien, es entwickelte sich ab dem 8. Jahrhundert zum Himmelfahrtsfest, zunächst in Rom am 15. August gefeiert, 813 wurde das Marienfest auch in Deutschland eingeführt. In der römisch-katholischen Kirche ist es Ausdruck der Glaubenslehre, dass der Leib Mariens in den Himmel aufgenommen wurde. Papst Pius XII verkündete im Jahre 1950 das Dogma "von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel".

Mariä Himmelfahrt ist nur in den Bundesländern Bayern und Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Allerheiligen (1. November)

Der Ursprung der Heiligenverehrung ist auf den Märtyrerkult zurückzuführen. Verehrt wurden Märtyrer, besondere Menschen, Kirchenlehrer und Bischöfe. Papst Gregor IV. ordnete im 9. Jhd. ein Fest für alle Heiligen an, da es unmöglich war jedem Heiligen einen gesonderten Tag zuzuordnen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein regelrechter Heiligenkult. Heute jedoch wird der ursprüngliche Sinn des Festes gefeiert, nämlich vorbildlichen Menschen zu gedenken.

Allerheiligen ist nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, NRW und Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Allerseelen (2. November)

An Allerseelen gedenken die Katholiken den verstorbenen Verwandten. Zurückzuführen ist das Fest auf einen Abt des Klosters Cluny, welcher im Jahre 998 einen "Verstorbenen-Gedächtnistag" für die Verstorbenen der zugehörigen Klöster anordnete. Zu Allerseelen gehört der Brauch, dass Gräber geschmückt und von den Priestern geweiht werden. Außerdem werden Windlichter aufgestellt, da ein alter Volksglaube besagt, dass in jenen Tagen die Seelen der Verstorbenen auf die Erde zurückkehren um Ihre Ruhestätte zu finden.

Nikolaus (6. Dezember)

Nikolaus wird zu Gedenken an den Bischof von Myra names Nikolaus gefeiert. Der Bischof kümmerte sich um notleidende und kranke Menschen, obwohl dies für die Oberschicht unüblich war. Sein gesamtes ererbtes Vermögen soll er an Arme verteilt haben. In Europa begann der Nikolauskult nach 1000 AD als Theophanu (Gattin von Kaiser Otto II.), die Gebeine des hl. Nikolaus von Konstantinopel nach Bari überführen ließ. Traditionell werden am 6. Dezember (Todestag des hl. Nikolaus) Kinder beschenkt.

Heilig Abend (24. Dezember)

Heiligabend ist der Vorabend vor Weihnachten und gleichzeitig der letzte Tag der Adventszeit. Die kleinen Geschenke, welche an Heiligabend getauscht werden, sind ein Abbild des großen Geschenkes (Gottes Sohn) das Gott den Menschen gabe.

Weihnachten (25./26. Dezember)

Das beliebteste christliche Fest ist Weihnachten, gefeiert wird die Geburt von Jesus Christus. Obwohl das eigentliche Geburtsdatum nicht überliefert ist und das Fest erst 30 Jahre nach dessen Tod eingeführt wurde, wurde es bereits 813 AD zum allgemeinen kirchlichen Feiertag erklärt. Weihnachten ist ein Fest der Gemeinschaft und der Familie. Zu den typischen Weihnachtsbräuchen zählt der mit Kerzen beleuchtete Nadelbaum, mit seinen grünen Zweigen symbolisiert er das Leben. Sterne errinnern an den Kometen, der den Weg nach Bethlehem wies.

Hier finden Sie die Christlichen Namenstage in einem Kalender.

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