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Glyphosat: Gift für ungeborenes Leben?

Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate und der weltweit meistverkaufte Stoff für Unkrautvernichtungsmittel. Das Herbizid wird ausschließlich über die grünen Pflanzenteile – Stängel und Blätter – aufgenommen und blockiert ein Enzym, das zur Synthese von Aminosäuren in pflanzlichen Zellen benötigt wird.

Als Folge sterben die Wachstumszellen der Pflanzen ab und die Pflanzen verkümmern. Aufgrund der Wirkungsweise – Hemmung des Enzyms EPSPS, das nur in pflanzlichen Zellen vorkommt – weist Glyphosat eine geringe Toxizität gegenüber Säugetieren, Fischen, Vögeln oder Wirbellosen auf. Allerdings ist der Stoff in herkömmlich produzierten Lebensmitteln nachweisbar. Er lässt sich weder abwaschen, noch hat Erhitzen oder Einfrieren eine Wirkung auf ihn. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein und auch in das Hormonsystem des Menschen einzugreifen. Welche Gefahren bestehen damit für Paare mit Kinderwunsch, für schwangere Frauen und für die Kinder?

Studien versus Verdacht

Das größte Problem mit Glyphosat in Politik, Industrie und Landwirtschaft sind die derzeit fehlenden verlässlichen Studien zu den Langzeitschäden, die der Stoff (eventuell) hervorruft. Auf der einen Seite werden Unbedenklichkeitsbescheinigungen für Toleranzwerte ausgestellt, auf der anderen Seite sind insbesondere in Südamerika drastische Anstiege von Krebserkrankungen, Fehlgeburten und behinderten Kindern in Regionen mit starkem Glyphosateinsatz zu beobachten. Zufall?

Tierversuche lassen den Schluss zu, dass bereits geringe Mengen von Glyphosat und dessen Abbauprodukten hoch toxische Wirkungen haben kann – vor allem für Embryonal- und Plazenta-Zellen. Das Herbizid durchdringt über das Blut die Plazentawand und kann verheerende Schäden beim Fötus anrichten.

Außerdem scheint ein Einfluss auf den Hormonhaushalt gegeben zu sein. Stimmen die Analogien zur Tierwelt, wird bei Männern der Testosteron-Haushalt gestört und bei Frauen sinkt die Bildung von Östrogenen.

Vorsicht statt Reue

Wenn Frauen in der Schwangerschaft eines nicht brauchen, dann ist es Ungewissheit über die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes. So lange die Wirkung von Glyphosat nicht zweifelsfrei geklärt ist – und danach wahrscheinlich erst recht – ist eine Ernährung mit glyphosatfreien Lebensmitteln daher eine gute Alternative. Problematisch ist es allerdings teilweise, diese Lebensmittel zu selektieren, da es in der EU keine Kennzeichnungspflicht für den Glyphosateinsatz gibt. Auch ein Siegel „Glyphosat-frei“ setzt sich erst langsam bei einigen Produzenten durch.

Biologisch produzierte Lebensmittel dürfen per Definition nicht mit diesem Herbizid in Berührung kommen, so dass hier keine Rückstände des Produkts nachweisbar sind. Sie sind daher nicht nur für schwangere Frauen, sondern generell für sich bewusst ernährende Menschen eine gesunde Alternative.

Bio-Obst reicht nicht

Bio-Ost und Bio-Gemüse sind für viele Verbraucher auch ohne Schwangerschaft und kleine Kinder längst eine Selbstverständlichkeit geworden. Um sich wirklich glyphosatfrei zu ernähren, reicht dies aber nicht. Die Rückstände des Herbizids sind in nahezu allen Produkten mit pflanzlichen Komponenten zu finden: Obst und Gemüse, Tee, Nudeln, Reis- und Maisprodukte, Backwaren, Wein, Bier etc. Selbst Nahrungsergänzungsmittel – die ja eigentlich besonders gesund sein sollten – sind nicht verschont. Für eine konsequent glyphosatfreie Ernährung muss daher gezielt nach zertifizierten und gekennzeichneten Produkten „Glyphosate Residue Free“ (GRF) gesucht werden oder auf die biologisch erzeugte Alternative zurückgegriffen werden. Diese Produkte sind in der Regel etwas teurer als konventionell erzeugte Lebensmittel. Aber ist die Gesundheit der Familie wirklich ein Wert, für den einige Euros pro Einkauf zu hoch sind?

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