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Sprechen lernen - Entwicklung Baby

Die Ersten Worte und Übung macht den Meister

Lange bevor ein Baby seine ersten Wörter spricht, lernt es unsere Sprache zu verstehen. Dieser Prozess beginnt damit, dass ein Baby hört was wir zu ihm sagen. Doch erst mit einem halben Jahr können Sie sich an den ersten "Ma-ma-ma" oder "Ba-ba-ba" erfreuen. Und ab dann schreitet die Sprachentwicklung meist schnell voran. Es folgen weitere Silben und erste einfache Wörter, wie "Mama", "Papa", "Teddy", "Auto" und "Opa". Die ersten Wörter bezeichnen Dinge, die Ihr Baby sehr häufig hört oder von denen es völlig fasziniert ist.

Auch beim Sprechenlernen gilt: Übung macht den Meister. Die Kleinen entwickeln sich sehr unterschiedlich, wie Sie sicher schon bemerkt haben. Differenzen in der Sprachentwicklung sind also vollkommen normal. Jedoch gibt es ein paar Dinge, die Sie als Eltern tun können, um die Redelust ihres Babys zu fördern.

Sprechen Sie viel:

Schon vor seinen ersten Wörtern, lernt ein Baby unsere Sprache. Es hört uns zu, wenn wir sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie viel mit ihrem Baby sprechen. Die Ansprache ist eine Form der Zuwendung und sorgt dafür, dass Ihr Kind ein Gefühl für Ihre Muttersprache bekommt.

Begleiten Sie Ihr eigenes Handeln mit Sprechen:

Alle ihre Tätigkeiten, wie z.B. wickeln, können Sie mit Worten begleiten. Auch, wenn Ihnen die Monologe am Anfang merkwürdig erscheinen, wird es schon bald einen Zusammenhang zwischen Ihrem Handeln und Ihren Worten herstellen. Darauf wird ihr Baby reagieren. Mit einem Lächeln, später mit einem Lachen und irgendwann folgen einfache Silben. Natürlich versteht ihr Baby Ihre Worte noch nicht, aber es fördert den Lernprozess.

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Obwohl es zunächst Spaß macht, sollten Sie nach und nach immer normaler mit Ihrem Kind reden. Dies ist hilfreich für Ihr Kind, um einen größeren, grammatikalisch richtigen Wortschatz zu entwickeln. Wenn Sie Personen und Gegenstände gleich richtig benennen, muss Ihr Kind nicht umlernen, dass ein Hund ein Hund und gar kein „Wau Wau“ ist.

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Nachahmung:

Sobald ein Baby Laute von sich gibt, ist es auch ein ernst zu nehmender Gesprächspartner. Es freut sich, wenn Sie seine Geräusche nachahmen, oder andersherum.

Hören Sie dem Baby zu:

Man redet bekanntlich lieber, wenn man das Gefühl hat, dass jemand interessiert zuhört. Zuhören heißt, sich Zeit zu nehmen, dem Kind auf Augenhöhe zu begegnen. Passt es einmal nicht, sollte man dies kurz erklären: Ich erledige jetzt noch kurz meine Sachen und dann erzählst du mir deine Geschichte nochmal ausführlich.

Antworten Sie Ihrem Kind:

Gehen Sie auf die Interessen Ihres Kindes ein und lassen Sie es auch einmal das Thema bestimmen. Wenn Ihr Kind beispielsweise einen Hund anschaut und dazu plappert, machen Sie die Situation zum Gesprächsthema und wiederholen Sie das Wort „Hund“ immer wieder, während Sie auf den Hund zeigen.

Lesen Sie vor:

Lesen Sie viel vor, um den Wortschatz ihres Kindes spielerisch zu erweitern. Man kann die Bilder betrachten und zusammen benennen. Je kleiner das Kind, desto simpler sollten die Abbildungen sein: Ein Ball, ein Auto, ein Teddy.
Fernsehen schauen unterstützt die Sprachentwicklung kaum.

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Schon für ganz kleine Babys, gibt es Bilderbücher zum anschauen. Sie können Ihrem Kind dann erzählen, was es dort alles zu sehen gibt. Ihr Kind lernt so recht schnell sprechen und wird später automatisch zu Büchern greifen.

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Singen Sie mit dem Kind:

Sprache ist auch Melodie und Rhythmus. Spielerisch lernt Ihr Kind neue Worte kennen. Das Singen vermittelt Ihrem Kind eine Vorstellung von dem Sprachrythmus ihrer Muttersprache und den Spaß daran.

Korrigieren durch Wiederholung:

Wenn Ihr Kind etwas falsch ausdrückt, verdient dies trotzdem Anerkennung. Statt Ihr Kind zu verbessern, wiederholen Sie den Satz lieber noch einmal richtig. So lernt Ihr Kind nebenbei die richtige Aussprache und fühlt sich nicht ständig belehrt.

Spielen Sie mit dem Kind:

Kinder entdecken die Welt spielerisch und auch die Sprache. Durch Rollenspiele, die Alltagsstiuationen nachstellen, bauen Kinder Ihren Wortschatz aus. Je mehr Gelegenheit Ihr Kind hat, sich sprachlich zu äußern, desto sicherer wird es auch.

Logopädie wenn Sie Hilfe brauchen:

Kinder, welche mit 2. Jahren noch nicht über einen Wortschatz von etwa 50 Wörtern verfügen, werden „Latetalker“ genannt. Liegt eine Sprechstörung vor, erfolgt durch den Kinderarzt eine Überweisung zum Logopäden. Eine frühe Sprachtherapie kann Ihrem Kind den Weg zurück in den gesunden Spracherwerb ermöglichen.

Lesen Sie weiter:

Wie entwickelt sich die Babysprache? >>>

Sprachentwicklung - Was wird gebraucht? >>>

(Quelle Bilder: istockphote, amazon.de)

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