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FAQ: Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem Kind

Das wissen die meisten, aber die wenigsten halten sich strikt daran. Das liegt auch daran, dass bei vielen große Unsicherheiten bestehen:

Wie viel Alkohol ist erlaubt, ab wann ist Alkohol schädlich, was macht er überhaupt mit meinem ungeborenen Kind? Hier gibt es die Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Etwa 80 Prozent der Schwangeren trinken in der Schwangerschaft ab und an ein Gläschen. Die Frage, ob und wie schädlich das ist, wird immer wieder unterschiedlich beantwortet, auch von Ärzten. Das liegt schlicht daran, dass die Erkenntnisse darüber, wie viel Schaden Alkohol anrichtet, noch nicht sehr weit fortgeschritten sind.

So ist es sehr schwierig, zuverlässige medizinische Aussagen über Alkohol und fetale Entwicklung zu treffen, weil die meisten Frauen, die während der Schwangerschaft stark trinken, ihren Alkoholkonsum verheimlichen und Ärzte und Forscher so keine verbindlichen Aussagen treffen können.Das Buch - Alles über meine Schwangerschaft - bestellen

Eine neue Studie bringt nun etwas Licht in das Dunkel. Die US-amerikanischen Forscher des National Institutes of Health in Bethesda haben 100 Alkoholikerinnen während ihrer Schwangerschaft begleitet und sind so zu zuverlässigen Ergebnissen gekommen, wie starker Alkoholkonsum das Leben des Ungeborenen beeinträchtigen kann. Zusätzlich haben neuere Erkenntnisse zur Entwicklung von Ungeborenen dazu beigetragen herauszufinden, in welchem Stadium Alkohol für Föten besonders gefährlich sein kann.

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Kann mein Kind krank werden, wenn ich Alkohol trinke?

Die Antwort hierauf ist ein klares Ja. Kinder von Alkoholikerinnen werden oft mit starken Beeinträchtigungen geboren. Diese haben sogar einen Namen: das fetale Alkoholsyndrom, kurz FAS. Hauptmerkmale des FAS sind Gesichtsauffälligkeiten, ein kleinerer Kopfumpfang, eine niedrigere Körpergröße, Fehlbildungen innerer Organe und geistige Behinderung. Starker Alkoholkonsum macht das Kind also nicht nur krank, sondern im schlimmsten Falle körperlich und geistig behindert.

Allerdings haben die Forscher der oben erwähnten Studie herausgefunden, dass die Schäden sich nicht unbedingt in den Merkmalen des Fetalen Alkoholsyndroms erschöpfen.  Die Alkoholikerinnen, die untersucht wurden, brachten zu 80 Prozent ein Kind mit schlimmen Anomalien zur Welt. 44 Prozent der Kinder hatten schwere Schäden am zentralen Nervensystem, und die Kinder wuchsen bis zu 27 Prozent langsamer als normal. Allerdings besteht für Nicht-Alkoholikerinnen hier Entwarnung: Die Frauen in der Studie tranken im Schnitt 8 Gläser Schnaps pro Tag – die Anomalien traten also durch den sehr starken Alkoholkonsum auf.

Schadet Alkohol meinem Kind in jeder Phase der Schwangerschaft?

Diese Frage kann leider nicht eindeutig beantwortet werden, weil hier die Medizin noch nicht genug weiß. Heute geht man davon aus, dass Alkohol in unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft unterschiedliche Einflüsse auf das Ungeborene hat.

Besonders am Anfang der Schwangerschaft trinken Schwangere oft, weil sie dann noch nicht wissen, dass sie schwanger sind; bis zu der ersten Möglichkeit, einen Schwangerschaftstest zu machen, wird das Kind also oft versehentlich mit Alkohol versorgt. Das ist jedoch nicht so schlimm, wie Alkoholgenuss in einem späteren Stadium der Schwangerschaft. Denn am Anfang gilt das „Alles oder Nichts“-Prinzip:

Alkoholgenuss kann zu einer Fehlgeburt führen, sollte das Kind die ersten Wochen jedoch überleben und die werdende Mutter ihren Alkoholkonsum einstellen, sobald sie von der Schwangerschaft erfährt, passieren keine schlimmen Folgen. Das liegt daran, dass das Ungeborene zu diesem Zeitpunkt noch aus einem Zellhaufen besteht, in dem die Zellen noch keine spezifischen Funktionen haben. So können die Zellen, die durch Alkohol geschädigt wurden, noch durch gesunde ersetzt werden.

Mediziner gehen davon aus, dass Alkohol während der späteren Schwangerschaft unterschiedliche Bereiche beeinflusst: Experte Dr. Herbert Juch von der Medizinischen Universität Graz sagte, dass anfangs eher sichtbare Auffälligkeiten die Folge von Alkoholgenuss sind und später die Intelligenz und die Sozialentwicklung eines Kindes leide. Das Einstellen von Alkoholgenuss kann also auch zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft noch sinnvoll sein.

Wie viel Alkohol darf ich in der Schwangerschaft trinken?

Auch dazu gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Dementsprechend wäre die Antwort hier: So wenig wie möglich. Also keinen.

Sind bestimmte Alkoholsorten besonders schädlich?

Es kommt beim Alkohol nicht auf die Sorte, sondern auf die Menge an. Der Alkohol kommt durch die Nabelschnur als reiner Alkohol beim Ungeborenen an, egal, ob es Wein, Bier, Schnaps oder Likör ist.

Ich bin Alkoholikerin und schwanger. Was kann ich tun?

Schwangere Alkoholikerinnen sollten ihre Krankheit auf keinen Fall ihrem Arzt verheimlichen. Viele werdende Mütter schämen sich, wenn sie weiter trinken, und sagen ihrem Arzt nicht Bescheid. So kann ihnen dann aber auch leider nicht geholfen werden. Denn gerade für abhängige Mütter gibt es umfangreiche Beratungs- und Entzugsangebote, über die der Frauenarzt ausführlich aufklären kann. So hat eine werdende Mutter nicht nur eine gute Motivation, sondern auch umfangreiche Hilfe, wenn sie wegen ihres Kindes aufhören möchte zu trinken.

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Ernährung während und nach der Schwangerschaft >>>

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(Quelle Bild: Andreas Morlok / pixelio.de)

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