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10 Gefahren für Babys und wie Eltern ihre Säuglinge davor schützen

Die Geburt eines Babys gehört für werdende Eltern zu den schönsten Momenten im Leben. Allerdings bedeutet ein Baby auch Veränderung und der Wandel ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Eine der wohl größten ist dabei unumstritten, das Neugeborene vor Gefahren zu schützen. Babys sind um einiges „zerbrechlicher“ als Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – sie brauchen ein hohes Maß an Schutz. Um diesen Schutz sicherzustellen, sollten Eltern erst einmal wissen, welche Gefahren eigentlich vorliegen. Aus diesem Grund möchten wir in diesem Artikel 10 potenzielle Risikofaktoren vorstellen und zudem aufzeigen, was Eltern tun können, um ihre Säuglinge vor diesen zu schützen.

Kälte und Hitze

Extreme Temperaturen bringen generell ein gewisses Risiko mit sich und dieses ist bei Babys umso höher. Immer wieder gibt es Fälle, in denen Babys aufgrund von zu geringen oder zu hohen Temperaturen sterben. Eltern sollten diesen Umstand daher niemals außer Acht lassen, sondern alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um das Baby vor Kälte und Hitze zu schützen. Schon allein aus dem Grund, da Babys für sie schädliche Temperaturen oftmals nicht von alleine bemerken beziehungsweise Eltern eine Warnreaktion „zukommen“ lassen. Im Fall von Sonne geht es zudem nicht darum, das Baby vor Hitze schützen, sondern auch, es vor möglichen Schäden durch UV-Strahlung zu bewahren. Textilien mit ausgewiesenem Sonnenschutz sind die beste Option, um Babys vor Sonne zu schützen, da sie im Regelfall weder zu offen noch zu warm sind, was weiteren Risiken wie Sonnenbrand und Überhitzung entgegenwirkt.

Entsprechende Textilien sind in jedem Fall eine gute Option, aber von Sonnencremes würden wir eher abraten, da die meisten davon chemische oder mineralische Stoffe enthalten, welche für die Haut des Babys nicht gut sind. Eine Anwendung von Sonnencreme kann beispielsweise zu allergischen Reaktionen führen. In einigen Situationen kommen Eltern jedoch nicht um den Einsatz von Sonnencremes herum. Das gilt beispielsweise dann, wenn bestimmte Körperstellen auf keine andere Weise geschützt werden können. Sollte ein entsprechender Fall eintreffen, ist es wichtig, die richtige Sonnencreme auszuwählen. Sonnencremes mit chemischen Bestandteilen oder Konservierungsstoffen sind nicht zu empfehlen und dasselbe gilt für Protektoren mit Alkohol, da diese die Haut austrocknen können. Lediglich Sonnenschutzcremes auf mineralischer Basis stellen für die empfindliche Haut des Babys eine Option dar.

Doch unabhängig von Sonneneinstrahlung kann Hitze eine Gefahr darstellen und immer wieder hört man von damit verbundenen Todesfällen. Ein absolutes Tabu ist es beispielsweise, sein Baby bei Hitze im Auto zu lassen. Immer wieder gibt es nachlässige Eltern, die das tun und damit das Wohl ihres Kindes gefährden oder gar dessen Tod verursachen, denn extreme Temperaturen sind immer ein Risiko. Bei Kälte ist das nicht viel anders, wenngleich hier keine Überhitzung, sondern eine Unterkühlung droht. Das ist jedoch nicht weniger gefährlich und kann ebenfalls den Tod zur Folge haben. Sein Baby vor Kälte zu schützen, ist jedoch nicht allzu schwer und erfordert im Grunde nur, es ausreichend warm anzuziehen. Lediglich in den ersten Tagen nach der Geburt sollte auf Spaziergänge mit dem Baby verzichtet werden, da es die Kälte noch nicht gewöhnt und am Anfang etwas anfälliger ist.

Stürze

Wenn es um Unfälle bei Babys geht, stehen Stürze unumstritten an der Spitze. Sie sind mit großem Abstand die häufigste Ursache für Verletzungen und schätzungsweise sind bis zu zwei Drittel der Neugeborenen betroffen. Glücklicherweise haben die Unfälle nur selten einen schweren Ausgang, aber dennoch kann es nach Stürzen nicht schaden, einen Arzt zum Abklären des Gesundheitszustands aufzusuchen. Stürze können mit den unterschiedlichen Ursachen zusammenhängen und in den ersten Lebenswochen ist es tatsächlich oft so, dass das Baby einfach fallengelassen wird. Ab dem fünften Lebensmonat ist es hingegen etwas anders und die Ursache ist das Baby selbst, da sich die körperlichen und motorischen Fähigkeiten entwickeln. Infolgedessen passiert es beispielsweise oft, dass das Baby vom Wickeltisch stürzt. Ein vergleichbares Risiko liegt bei Hochsitzen vor. Sowohl bei Wickeltischen als auch Hochsitzen sollten Eltern ihre Babys nie aus den Augen lassen. Andernfalls ist der ein oder andere Sturz praktisch vorprogrammiert und das geht leider nicht immer glimpflich aus.

Verbrühungen und Verbrennungen

Ein erhebliches Risiko stellen Verbrühungen und Verbrennungen dar. Beides kommt deutlich seltener vor als Stürze, aber es handelt sich dennoch um die zweithäufigste Unfallursache. Verbrühungen oder Verbrennungen können beispielsweise aufgrund von kochendem Wasser, Tee oder Kaffee auftreten. Eltern sollten Heißgetränke also immer außerhalb der Reichweite von Babys platzieren. Ebenfalls wichtig ist, die Herdplatten auszuschalten sowie nach dem Kochen das Baby nicht in näherer Umgebung zu lassen, denn auch heiße Herdplatten bergen ein hohes Risiko. Schon allein aus dem Grund, da Babys uns gerne nachahmen und die Herdplatte daher durchaus interessant ist. Das gilt übrigens auch für den Backofen beziehungsweise das beleuchtete Backofenfenster, denn dieses zieht Säuglinge fast schon magisch an.

Oftmals sind es jedoch weit unscheinbarere Dinge, die zu einer Verbrühung oder Verbrennung führen. Eines der besten Beispiele dafür wäre die Wärmflasche. Dem Baby bei Unwohlsein eine Wärmflasche zu geben, ist gängig und an sich eine gute Sache. Diese darf jedoch nicht zu heiß sein und sollte am besten zusätzlich in ein Tuch eingewickelt werden. Schutz vor Verbrühungen und Verbrennungen ist in jedem Fall eine wichtige Sache, da die Schutzreflexe bei Babys noch nicht ausgeprägt sind. Infolgedessen ziehen sie beispielsweise beim Anfassen eines heißen Gegenstands ihre Hände nicht direkt weg und es kommt zu schweren Verbrennungen zweiten oder dritten Grades.

Schadstoffe

Obwohl Schadstoffe generell ein Risiko darstellen, sind sie vor allem für Babys bedenklich. Das liegt unter anderem an ihrem geringen Körpergewicht, denn dieses trägt dazu bei, dass die aufgenommene Schadstoffmenge pro Kilo Körpergewicht höher als bei einem Kind oder Erwachsenen ist. Trotzdem gelangen Schadstoffe selbst in Deutschland – trotz strenger Kontrollen – immer wieder in die unterschiedlichsten Babysachen. Ein potenzielles Risiko liegt beispielsweise bei Spielzeug vor, da es bezüglich der Tests immer noch Lücken gibt und daher verhältnismäßig viel schadstoffbelastetes Spielzeug auf den Markt gelangt. Eltern sollten sich infolgedessen gut überlegen, was für Spielzeug sie ihrem Baby kaufen. Am besten ist es, sich an Marken von Spielzeug zu halten, die einen guten Ruf haben und bezüglich Schadstoffe noch nie aufgefallen sind. Nur dann können sich Eltern sicher sein, dass das Kind beim Spielen keinem Risiko ausgesetzt ist. Zwar könnte theoretisch immer noch Erstickungsgefahr drohen, das ist jedoch ein anderes Thema.

Neben Spielzeug gibt es noch zahlreiche weitere Babysachen, die mit Schadstoffen belastet sein können, darunter Beißringe, Essgeschirr und Schnuller. Unter anderem Bisphenol A (BPA) wird immer wieder in Schnullern festgestellt, was bedenklich ist, da Babys diese über einen längeren Zeitraum im Mund behalten. Generell stellen Schadstoffe immer ein gewisses Risiko dar und das gilt nicht ausschließlich für Babysachen. Eine weitere Gefahr wären Möbel. In Möbeln können die unterschiedlichsten Schadstoffe enthalten sein und einige davon sind äußerst schädlich. Ob Formaldehyd, Lösungsmittel oder Weichmacher – bei Möbeln ist stets Vorsicht geboten. Deswegen und aufgrund des Risikos von Stürzen oder vergleichbaren Unfällen sollten Eltern immer darauf achten, dass die Einrichtung möglichst babygerecht ist.

Ersticken

Eine der größten Sorgen von Eltern dürfte sein, dass das Baby erstickt. Da es sich um die häufigste Todesursache bei Kleinkindern unter einem Jahr handelt, ist das mehr als nachvollziehbar. Leider kann gerade hier schnell etwas passieren und Eltern sollten daher Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Erstickungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehört unter anderem der Verzicht auf jegliches Spielzeug, bei dem Teile abgerissen werden können. Generell sind Bonbons, Kleinteile, Nüsse, Tücher, Rosinen und vergleichbare Dinge gefährlich. Um das Erstickungsrisiko zu mindern, spielt somit auch Sauberkeit eine entscheidende Rolle, denn nur so lässt sich verhindern, dass das Baby nicht unerwarteterweise etwas Gefährliches findet.

Babykrankheiten

Auf manche Gefahren haben Eltern nur bedingt Einfluss und Krankheiten gehören dazu. Zwar kann vielen Babykrankheiten vorgebeugt werden, aber das ist nicht bei allen der Fall und in gewissen Situationen sind uns leider die Hände gebunden. Trotzdem ist das kein Grund, um nicht alle erdenklichen Maßnahmen zu treffen, um das Baby vor Erkrankungen zu schützen. Einige der gefährlichsten Krankheiten stellen schließlich keine Bedrohung mehr dar, sobald eine Impfung dagegen vorliegt. Eines der besten Beispiele dafür wäre Tetanus (Wundstarrkampf). Die häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit wird durch ein Bakterium ausgelöst, das sich praktisch überall befindet. Nach Ausbruch wird das Zentralnervensystem befallen, was zu schmerzhaften Krämpfen führt. Die Krankheit ist äußerst gefährlich, aber eine Impfung gegen Tetanus bietet zuverlässigen Schutz.

Neben Tetanus gibt es noch eine Reihe von weiteren Krankheiten, die Babys gefährlich werden können, aber bei denen ein Impfschutz vorliegt. Entsprechende Impfungen vornehmen zu lassen, ist in jedem Fall ratsam – zumindest bei den Krankheiten, welche eine hohe Letalität aufweisen. Doch nicht alle Babykrankheiten sind gefährlich und beispielsweise Erkältungen kommen regelmäßig vor, ohne dass sich Eltern große Sorgen machen müssen. Trotzdem kann es nie schaden, im Krankheitsfall einen Arzt aufzusuchen, um eine potenzielle Gefahr nicht zu übersehen. Schließlich können auch die Symptome einer Erkältung mit einer risikoreichen Krankheit zusammenhängen.

Stromschläge

Mit einem Stromschlag ist nicht zu spaßen. Im Regelfall führt ein solcher zum Verkrampfen der Muskeln und das Baby ist nicht mehr in der Lage, sich alleine von der Stromquelle zu lösen. Zudem fließt Strom durch das Herz, was zu Atemstillstand, Bewusstlosigkeit und Herzrhythmusstörungen führen kann. Eltern sollten also alles tun, damit sich das Baby keinen Stromschlag zuziehen kann. Die größte Gefahrenquelle stellen dabei selbsterklärend Steckdosen dar. Beim Erkunden des Wohnraums passiert es schnell, dass das Baby in eine Steckdose greift, da ihm die Folgen nicht bewusst sind. Glücklicherweise lässt sich dem vorbeugen, indem alle Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen und offenliegende Stromleitungen verputzt werden. Des Weiteren ist bei elektronischen Geräten Vorsicht geboten. Unter anderem Föhne stellen ein großes Risiko dar, da sie bei Wasserkontakt zu lebensbedrohlichen Stromschlägen führen können. Entsprechende Geräte nach Gebrauch unverzüglich wegzuräumen, ist somit ein Muss.

Kanten

In den meisten Fällen führen Kanten beziehungsweise scharfe Ecken von Möbeln nicht zu schweren Verletzungen, aber nicht selten gehen sie mit dauerhaften Narben einher. Daher sollten die Kanten bei allen Möbeln – egal ob Schränke, Tische oder Stühle – abgepolstert werden. Auf diese Weise besteht zumindest kein Risiko, dass sich das Baby an einer Kante den Kopf anstößt und infolgedessen eine Verletzung zuzieht.

Haustiere

An sich spricht nichts gegen ein Zusammenleben von Babys und Haustieren. Im Grunde tun Hund und Katze dem Baby sogar gut, denn der Umgang mit den Tieren bereitet Freude. Trotzdem sollten sich Eltern bewusst sein, dass gewisse Risiken vorliegen. Problematisch wird es unter anderem dann, wenn die Tiere öfters Verhaltensauffälligkeiten gezeigt haben. Selbst eine niedliche Katze kann einem Baby schwere Verletzung zuziehen, weswegen es wichtig ist, dass es sich nicht um ein „auffälliges“ oder aggressives Tier handelt. Des Weiteren gilt es das Risiko von Krankheiten via Keimübertragung zu nennen. Prinzipiell sind weder Katzen noch Hunde Träger gefährlicher Erkrankungen, da sie in derselben Umgebung leben und tierpathogene Keime nicht auf den Menschen übertragen werden können. Lediglich bezüglich des Austauschs von Körperflüssigkeiten müssen Eltern aufpassen. Es ist also nicht gut, wenn der Hund das Gesicht des Babys ableckt.

Schwere Gegenstände

Ob wegen Erstickungsgefahr, Kanten, Temperaturen, Schadstoffen, Stromschlägen oder einem anderen Grund – die unterschiedlichsten Gegenstände stellen ein Risiko dar. Ein Faktor wird jedoch gerne vernachlässigt und die Rede ist vom Gewicht. Das Gewicht mancher Gegenstände kann gefährlich sein. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu schwerwiegenden Verletzungen und dem Tod eines Babys führen. Diesbezüglich gilt es unter anderem Fernseher zu nennen. Manchmal reicht bereits ein kurzes Ziehen aus, damit der Fernseher auf das Baby herabfällt. Was das für Auswirkungen haben kann, dürfte allen Eltern bewusst sein. Wackelige und schwere Gegenstände sind infolgedessen ein hohes Risiko, vor dem Babys geschützt werden müssen.

Es ist schließlich kein Geheimnis, dass Babys schon früh damit anfangen, ihre Umgebung zu erkunden. Herabfallende Gegenstände sollten dabei kein Risiko darstellen, weswegen Eltern entsprechende Maßnahmen treffen müssen. In puncto Fernseher reicht es beispielsweise aus, das Gerät an die Wand zu schrauben. Geht es hingegen um ein Bügeleisen, sollte dieses entweder komplett weggeräumt oder zumindest außerhalb der Reichweite des Babys (inklusive Kabel) platziert werden. Herabfallende Gegenstände dürfen kein Risiko darstellen, da solche im schlimmsten Fall zu irreversiblen oder gar letalen Schäden führen können. Generell gibt es zahlreiche Gefahren, vor denen Eltern Babys schützen müssen. Das zu bewerkstelligen, ist zugegebenermaßen nicht immer einfach, gehört zum Elternsein aber einfach dazu.

 

Bild Quelle:

1-Adobe Stock / Lena May

2-Adobe Stock / 

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