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Verantwortungsvoll handeln: So sichern sich Eltern richtig ab

Kaum kündigt sich Nachwuchs an, geraten viele werdende Eltern in einen regelrechten Versicherungsrausch: Ob Haftpflicht, Unfallversicherung oder Zahnzusatzversicherung - Hauptsache, das Kind ist gegen alle Eventualitäten geschützt. Doch was passiert eigentlich mit dem Nachwuchs, wenn den Eltern selbst etwas zustößt? Auch wenn man nicht gerne daran denken mag: Vor einem Schicksalsschlag ist niemand gefeit. Manchmal reicht es schon, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, damit das Leben einer Familie komplett auf den Kopf gestellt wird.

Den Lebensunterhalt durch eine Risikolebensversicherung sichern

Der Verlust eines Familienmitglieds ist ein ohnehin schon dramatisches Erlebnis für alle Hinterbliebenen. Noch schwieriger wird es, wenn es sich bei dem Verstorbenen um den Hauptverdiener der Familie gehandelt hat. Lassen sich Kredite, Hypotheken und andere Rechnungen dann nicht mehr bezahlen, droht dem Rest der Familie der finanzielle Ruin. Um ein solches Szenario zu vermeiden, sollten sich Eltern unbedingt gegenseitig mit einer Risikolebensversicherung absichern. Diese zahlt im Falle des Ablebens einer der beiden Elternteile eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus, sodass finanzielle Verpflichtungen weiter erfüllt werden können.

Dann musst du beispielsweise nicht in eine kleinere Wohnung umziehen und kannst den gewohnten Lebensstandard halten. Die Beitragshöhe der Risikolebensversicherung richtet sich zum einen nach der gewünschten Versicherungssumme, die etwa das Drei- bis Fünffache des Brutto-Jahreseinkommens betragen sollte. Zum anderen wird sie durch persönliche und gesundheitliche Merkmale beeinflusst. Anhand vorab gestellter Gesundheitsfragen wird beispielsweise ermittelt, ob du riskante Hobbys ausübst, an einer chronischen Krankheit leidest oder Raucher bist. Essenziell wichtig ist, dass du wahrheitsgemäße Aussagen machst, denn falls sich herausstellt, dass du bei manchen Antworten beschönigende Angaben gemacht oder gelogen hast, droht im schlimmsten Fall der Versicherungsverlust.

Die Obhut der Kinder regeln

Ein schrecklicher Gedanke ist, dass beide Elternteile versterben, etwa bei einem Unfall, und die Kinder zu Waisen werden. Um für diesen Fall Vorsorge zu treffen, ist es sinnvoll, dass du und dein Partner in einem handgeschriebenen Testament festhaltet, wer im Fall der Fälle für das Kind bzw. die Kinder verantwortlich sein soll - ansonsten liegt die Entscheidungsgewalt beim Jugendgericht. Lasst das Testament durch einen Anwalt prüfen, damit sichergestellt ist, dass es tatsächlich rechtswirksam ist. Ein letzter Tipp: Verwahre das Testament an einem sicheren, aber zugleich relativ leicht auffindbaren Ort. Mindestens ein Angehöriger sollte wissen, wo sich das Dokument befindet. Alternativ kannst du es auch beim Anwalt oder Notar aufbewahren. Hast du dich und deine Familie derartig abgesichert, lässt sich das Leben mit den Kindern sorgenfreier genießen.

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(Bildrechte: Flickr Swingers Rob Briscoe CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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