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Kindern das Thema Finanzen näherbringen - Tipps für Eltern

Viele Erwachsene halten das leidige Thema Geld erst einmal fern von ihrem Nachwuchs. Dabei ist es heute wichtiger denn je, dass Kinder so früh wie möglich einen selbstständigen und verantwortungsbewussten Umgang mit finanziellen Mitteln erlernen.

Denn mit der Möglichkeit, über wenige Klicks Waren im Internet zu bestellen, steigt die Gefahr unüberlegter Einkäufe genauso wie mit Kreditkarten und anderen Mitteln des bargeldlosen Bezahlens.

Immerhin shoppen nach Auskunft des Branchenverbands Bitkom mittlerweile 98 Prozent aller Internetnutzer online. Schon für Minderjährige ist es in vielen Fällen eine Selbstverständlichkeit, sich Kleidung, Musik oder ein neues Computerspiel online zu bestellen. Dass dies später oft in die Schuldenfalle führen kann, wird gerne übersehen.

Doch was können Eltern tun, um ihren Sprösslingen früh einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld beizubringen?

Taschengeld als erstes eigenes Budget

Taschengeld ist in der Regel die erste eigene „Einnahmequelle“ von Jugendlichen. Sie eröffnet die Möglichkeit, den Umgang mit Geld Schritt für Schritt und zunächst mit kleinen Summen zu erlernen. Viele Eltern sind allerdings unsicher, wann sie damit beginnen sollten, Taschengeld zu zahlen, und wie hoch dieses ausfallen sollte.

Experten geben dazu folgende Tipps:

Alter: Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Sechs Jahre gilt als ein guter Zeitpunkt, um mit dem Zahlen von Taschengeld zu beginnen. Manche Kinder sind allerdings schon früher in der Lage, ihre eigenen Finanzen zu verwalten.

Höhe: Auch an dieser Stelle lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen machen. Eltern finden Tabellen mit Tipps zur Höhe von Taschengeld auf Internetseiten öffentlicher Einrichtungen. So empfiehlt das Jugendamt Nürnberg, Kindern im Alter von 10 Jahren 14 Euro im Monat zu bezahlen und diesen Betrag auf 70 Euro monatlich bei 18jährigen zu erhöhen.

Auszahlung: Einig sind sich Experten darin, dass das Taschengeld zuerst wöchentlich und ab etwa einem Alter von neun oder zehn Jahren im Monatsrhythmus ausgezahlt werden sollte.

Form: Kleine Kinder sollten ihr Taschengeld in jedem Fall bar erhalten. Mit steigendem Alter können Eltern dann zur Überweisung auf ein Girokonto übergehen. Das hat den Vorteil, dass die Empfänger so den Umgang mit Bankgeschäften erlernen.

Wichtig ist, dass das Taschengeld nicht zur Erfüllung von Grundbedürfnissen dient – also zum Beispiel für Nahrung oder notwendige Kleidung, sondern für Extraausgaben –beispielsweise ein Eis, Spielzeug oder ein Videogame.

Girokonto für Kinder - die erste finanzielle Schaltstation

Genauso wichtig wie der Umgang mit Bargeld ist es, Kindern möglichst früh beizubringen, wie man Bankgeschäfte erledigt. Schließlich läuft der größte Teil unserer Finanzgeschäfte heute über Überweisungen ab. Dabei ist es schwerer, den Überblick zu behalten als bei einem eigenen „Bargelddepot“ in einer alten Dose.

Einige Banken bieten nach Angabe der Seite Girokontorat.de bereits Kindern ein eigenes Girokonto an. Vor Überziehungen müssen Eltern keine Sorge haben. Einen Dispositionskredit erhalten ihre Sprösslinge nicht. Dabei ist es durchaus sinnvoll, möglichst früh ein solches Angebot wahrzunehmen, denn auf diesem Weg lernen Kinder:

  • bargeldlos zu bezahlen und Geld zu erhalten
  • Kontoauszüge zu lesen
  • mit regelmäßigen Abbuchungen (zum Beispiel für ein Zeitschriften-Abo) umzugehen
    .

Damit das gelingt, ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen und diesen zunächst die Grundlagen erklären, bevor es ans Eingemachte geht. Bei der Auswahl des Girokontos bestehen viele Möglichkeiten. Zwar sind die jungen Kunden für die Bank in der Regel erst einmal ein Verlustgeschäft. Meist bleiben sie ihr aber später noch erhalten. Deshalb konkurrieren viele Banken schon heute eifrig um die Berufstätigen von morgen.

Eltern sollten vor allem darauf achten, dass:

  • die Kontoführung kostenlos ist
  • es möglichst hohe Zinsen gibt und
  • kein regelmäßiger Geldeingang notwendig ist
    .

Weitere Tipps im ÜberblickWährend Kreditkarten für Minderjährige ein Tabu sind, lässt sich die EC-Karte (Debit Karte) auch schon nutzen, bevor man volljährig ist. So lässt sich das bargeldlose Zahlen lernen und der Umgang mit Geld wird in der Realität geübt.

Bereits vor der ersten Zahlung von Taschengeld können Eltern damit beginnen, ihre Kinder langsam und spielerisch an den Umgang mit Geld zu gewöhnen. Dabei kommt ihnen entgegen, dass die Kleinen oft ein lebhaftes Interesse für das Thema mitbringen. Dies lässt sich ausnutzen, indem Eltern

  • mit ihren Kindern einkaufen gehen
  • ihnen erklären, warum sie etwas kaufen und anderes nicht
  • dem Nachwuchs auch einmal selbst etwas Geld in die Hand drücken und ihm das Bezahlen überlassen
    .

Auch das Spiel mit dem eigenen Kaufmannsladen und mit Spielmünzen lässt sich in dieser Hinsicht ausnutzen.

Außerdem sollten Eltern mit ihren Kindern möglichst früh das Bezahlen im Internet durchsprechen. Sogar wer selbst den Einzelhandel vorzieht, muss davon ausgehen, dass sein Nachwuchs spätestens im Jugendalter mit dem Onlineshopping beginnt. Ist er darauf nicht richtig vorbereitet, kommt es schnell zu unüberlegten Ausgaben, die nicht immer ohne weiteres wieder rückgängig gemacht werden können. Dabei gilt es nicht zuletzt, Kindern beizubringen, wie sie unseriöse Angebote im Netz erkennen können.

Befindet sich der eigene Nachwuchs im Jugendalter, macht es Sinn, Themen wie Altersvorsorge und Bausparverträge anzusprechen – auch wenn Jugendliche in der Pubertät dies oft alles andere als spannend finden. Schließlich ist private Vorsorge heute wichtiger denn je. Unter Umständen empfiehlt es sich sogar, bereits im Jugendalter damit zu beginnen – zunächst mit finanzieller Unterstützung der Eltern.

Der Umgang mit Geld ist komplizierter geworden

Online-Banking, Kreditkarte, Shopping im Internet…, das Einkaufen und Bezahlen ist bequemer geworden. Gleichzeitig ist es heute deutlich schwerer als noch vor wenigen Jahrzehnten, den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten. Auch lauern im Internet deutlich mehr Gefahren als im Einzelhandel an der Theke.

Umso wichtiger ist es, Kindern möglichst früh beizubringen, wie sie diese Gefahren erkennen und verantwortungsbewusst mit dem eigenen Geld umgehen. Wer dies erst als Erwachsener lernen muss, hat es deutlich schwerer. Manchen gelingt es gar nicht, was schwere Folgen für den Betreffenden und sein Umfeld haben kann.

(Bildquellen: Abbildung 1: © Bessi (CCO-Lizenz) / pixabay.com, Abbildung 2: © jarmoluk (CCO-Lizenz) /pixabay.com)

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