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Berufliche Weiterbildung - Finanzielle Förderung durch den Bildungsgutschein

Berufliche Weiterbildung ist schon immer eine wichtige Maßnahme gewesen, wenn man in seinem Beruf weiterkommen oder sogar der Karriere eine neue Ausrichtung geben möchte. Das ist im Zuge der Digitalisierung, Industrie und Arbeiten 4.0 noch wichtiger geworden, als es bisher schon der Fall war. Zweifel oder gar eine persönliche Ablehnung aus finanziellen Gründen müssen nicht mehr sein, denn es gibt staatliche Förderungen in Form eines Bildungsgutscheins, der nachstehend mit seinen Möglichkeiten eingehender beschrieben wird. 

Erster Schritt – Selbstcheck

Bevor es jedoch zu den Fördermöglichkeiten sowie den Details zu einem individuellen Bildungsgutschein geht und für wen dieser gewährt wird, lohnt sich ein Blick darauf, welche Weiterbildungen in Frage kommen. Diese hängen natürlich stark davon ab, ob der Teilnehmer aus Eigeninteresse sich weiterbilden möchte oder eher sein Arbeitgeber die Weiterbildung wünscht. Deswegen teilt sich die nachstehende Perspektive in Teilnehmer und Unternehmen auf, die später in den Ausrichtungen der Fördermöglichkeiten bestehen bleibt: 

Teilnehmer: 

Die Teilnehmer werden von mehreren Beweggründen veranlasst, warum sie eine Weiterbildung machen möchten und sie als sinnvoll ansehen. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Gründe: 

  1. Möchten beruflich innerhalb ihres bisherigen Umfeldes weiterkommen.
  2. Möchten sich umorientieren und in neue Bereiche hineinkommen.
  3. Möchten Defizite ausgleichen, die sich während ihrer Tätigkeit zeigten.
  4. Möchten den Wiedereinstieg nach einer Elternzeit und ggf. gleichzeitig in einem neuen Bereich finden.
  5. Werden zu der Maßnahme seitens des Arbeitgebers aufgefordert. 

Einige Beweggründe können sich sogar überschneiden. Wenn Sie beispielsweise in der Elternzeit gemerkt haben, dass Sie auf eine andere Tätigkeit Lust haben und Ihnen in dem bisherigen Umfeld der Wiedereinstieg sowieso schwerfällt. Vielleicht hat sich der Arbeitsberiech geändert und auch die Marktlage, sodass weniger Stellen auf dem Bewerbermarkt frei sind. Dann bietet sich ein anderer Arbeitsbereich an, in dem der Einstieg erfolgversprechender aussieht. 

Unternehmen: 

Unternehmen haben ebenso ein deutliches Interesse daran, dass ihre Mitarbeiter weiterkommen und neue Aufgaben übernehmen können, damit sich das Unternehmen dadurch besser positioniert. Zusätzlich möchten sie auch verhindern, dass neue Personen eingestellt werden müssen, welches mittels Weiterbildung günstiger und unkomplizierter zu vollziehen ist. Möchten sie den Mitarbeitern neue Perspektiven bieten, da sie ihr Potenzial erkannt haben, ist eine Zusatzausbildung in Form der Weiterbildung oftmals zwingend. Denn entweder brauchen sie weitere Fertigkeiten oder eben mehr Wissen, um die Stelle in höherer Verantwortung erst einkleiden zu können.

In Kooperation mit der regionalen Agentur für Arbeit können die Unternehmen aktive Hilfe bekommen. Grundsätzlich sind nämlich Weiterbildungen innerhalb des bestehenden Arbeitsverhältnisses möglich. Wichtiger Anspruch der Agentur für Arbeit ist dabei, dass die Weiterbildungen zu einem Berufsabschluss führen oder weiterführende Kenntnisse vermitteln, die derzeit auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt sind. Zusätzlich ist es gut zu wissen, dass grundsätzlich alle Beschäftigten gefördert werden können. Es ist dabei unabhängig, welchen Ausbildungshintergrund oder welches Lebensalter sie haben. Auch die Betriebsgröße der Unternehmen ist nicht relevant. Alle Unternehmen und deren Beschäftigte können Weiterbildungsförderung erhalten. 

Bildungsgutschein als persönliche Unterstützungsmöglichkeit nutzen

Aus diesem Hintergrundwissen zu der unternehmerischen Sichtweise können Sie nun für sich abschätzen, welche Umstände auch innerhalb Ihres Unternehmens für eine Weiterbildung bestehen können. Dabei ist die Arbeitgebersichtweise wichtig, um zu verstehen, welchen Bedarf die Firma haben könnte. Das ist Initiative, um später auch innerhalb des Unternehmens voranzukommen.

Um nun die Bildungsgutscheine einlösen zu können, müssen Sie ein Gespräch mit dem Berater von der Agentur für Arbeit führen. Über ihn kann erst eine Kostenübernahme gewährt werden. Die Haltung der Agentur für Arbeit sieht im Groben drei Möglichkeiten vor, dass der Bildungsgutschein freigegeben werden kann: 

  1. 1.       Eine bestehende Arbeitslosigkeit kann mit einer Weiterbildung und dem Bildungsgutschein beendet werden.
  2. 2.       Eine drohende Arbeitslosigkeit kann begegnet werden.
  3. 3.       Ein bisher noch fehlender Berufsabschluss kann mit dem Bildungsgutschein nachgeholt werden. 

Zu den Punkten ist es im Gespräch auch wichtig, ein entsprechendes Feedback vom Betreuer der Agentur für Arbeit zu bekommen. Normalerweise können Sie anhand der Stellenausschreibungen bereits sehen, welche Qualifikationen am Arbeitsmarkt derzeit benötigt werden. Der Betreuer kann jedoch seine Einschätzungen ergänzen, die sehr wichtig sind. Denn oftmals hat er engen Kontakt zu regionalen Arbeitgebern. Hier bekommt er sehr viele wichtige Informationen, die er einbringen kann.

Denn das gibt nicht nur einen IST-Zustand des Arbeitsmarktes wieder, sondern zeigt ebenfalls die Perspektiven der Unternehmen und ihre zukünftigen Bedarfe. Diese Ergebnisse sind für Sie wichtig, um sich für eine solide Weiterbildung zu entscheiden, die künftig für die Arbeitgeber interessant sein dürften.  

Konkrete Umsetzung des Bildungsgutscheins

Ein Bildungsgutschein enthält die folgenden konkreten Informationen, damit er Gültigkeit bekommt: 

  • Informationen über das Ziel der Weiterbildung
  • Beschreibung über die Dauer der Weiterbildung
  • Definition zum regionalen Geltungsbereich
  • Konkretisierung der Kostenübernahme, die übernommen werden (beispielsweise die Lehrgangskosten, Fahrtkosten, ggf. Übernachtungskosten usw.)
  • Eingrenzung der Gültigkeitsdauer 

Es ist ebenso wichtig, dass Sie sich parallel zu den Gesprächen mit dem Betreuer der Agentur für Arbeit ebenfalls Gedanken machen, welche Weiterbildung es sein sollte, die Sie nicht nur auf Grund der Arbeitsmarktlage anspricht. Es soll Ihnen ja auch in der künftigen Aufgabe Spaß machen. Denn das garantiert, dass Sie lange in dieser bleiben können. Zusätzlich sollten Sie schauen, welches Institut eine entsprechende Weiterbildung anbietet, die gefördert werden kann.

Dieses ist am besten mit dem Weiterbildungsträger zu besprechen. Denn die oben genannte Gültigkeitsdauer legt bereits ein gewissen Entscheidungsdruck auf die künftigen Teilnehmer. Fangen sie nicht innerhalb von 3 Monaten mit einer entsprechenden Weiterbildung an, kann der Bildungsgutschein verfallen. Es kann zwar wieder ein neuer Anlauf bei der Agentur für Arbeit genommen werden. Dieser macht aber in der Regel nicht den besten Eindruck und beschleunigt die erneute Gewährung nicht. 

Fazit

Die Weiterbildungsoffensive der Agentur für Arbeit war für die Beschäftigten und Arbeitssuchenden noch nie so gut und günstig wie bisher. Diese sollten Sie nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern auch auf Grund der sich verändernden Arbeitsbedingungen unbedingt nutzen. Dabei ist wichtig, sich die entsprechenden Informationen einzuholen und immer auch aktiv zu überlegen, welche Weiterbildungen am besten geeignet wäre. Persönliche Interessen und die der Unternehmen sollten Sie möglichst verbinden, damit der Erfolg der Maßnahme garantiert ist.

 

Bild: StartupStockPhoto

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