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Umweltschutz im Familienalltag

Die Weltbevölkerung wächst ungebremst und verbraucht zu viele Ressourcen. Spätestens die nachfolgenden Generationen werden massiv darunter leiden, wenn sich das Bewusstsein und vor allem das Verhalten der Menschen nicht zeitnah und wesentlich ändern. Nicht nur Politik und Industrie sind gefragt, sondern jeder Einzelne kann im Alltag einen Beitrag leisten. Im Verkehr und im Haushalt kann und sollte jeder darauf achten, CO2-Emissionen zu verringern, Energie zu sparen und einen nachhaltigen Konsum zu leben. Als Familie ist man in der besonderen Verantwortung, den Kindern die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit bereits früh zu vermitteln.

Lust auf Natur und Umwelt

Damit Kinder verstehen, warum Umweltschutz im Alltag wichtig ist, müssen sie zunächst einen Bezug zur Natur aufbauen und lernen, sie zu wertschätzen. Gut, dass die Liebe zur Natur bei Kindern ganz automatisch erwächst: beispielsweise, während sie im Wald spielen und dabei auf Bäume klettern, im Herbst Kastanien sammeln und vielleicht sogar Tiere in freier Wildbahn beobachten können.

Entdeckungen und Abenteuer in der Natur sorgen dafür, dass Kinder den nötigen Respekt vor der Welt, in der sie leben, entwickeln. Studien belegen, dass Kinder mehr über Pflanzen und Tiere wissen, wenn sie sich häufiger draußen im Grünen aufhalten. Für viele Familien ist das gerade in Städten aber nicht einfach umsetzbar, da es dort nur wenige Naturräume gibt und der Bewegungsfreiraum durch die Wohnsituation eingeschränkt ist.

Sinnliche Naturerfahrungen müssen bei Kindern zudem in einen sozialen und kulturellen Kontext gestellt werden, damit sie "bewusst" ihr persönliches Handeln umstellen. Zum Beispiel durch die Vermeidung von Plastikmüll im Alltag. Die Teilnahme an einem kindgerechten Naturprojekt kann hierbei helfen.

Viele Jugendliche wünschen sich inzwischen eine größere Auseinandersetzung mit ökologischen Themen im Schulunterricht und möchten sich selbst stärker in gesellschaftliche Gestaltungsprozesse einbringen. Die "Fridays for future"-Bewegung ist das beste Beispiel dafür. Befragt nach den aus ihrer Sicht "wichtigsten Themen der Welt", landen der Tier- und Umweltschutz bei Jugendlichen und Kindern immer auf den ersten Plätzen. Die National Coalition, ein Bündnis von über 100 deutschen Organisationen, definierte im Rahmen der sogenannten "Ökologischen Kinderrechte" bereits vor über 20 Jahren folgenden Grundsatz: "Jedes Kind hat das Recht, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln."

Konsum versus Umweltschutz

Studien des Bundesumweltamts und das Nachhaltigkeitsbarometer von Greenpeace kommen zu dem Ergebnis, dass Jugendliche einen Balanceakt zwischen Konsum und Umweltschutz zu meistern haben. Junge Menschen möchten zwar in einer intakten Umwelt leben, jedoch im Alltag nicht auf Dinge verzichten, die ihnen wichtig sind.

Das betrifft vor allem Produkte der Unterhaltungselektronik und Kleidung, wobei Ökolabels und nachhaltige Mode auf dem Vormarsch sind - sogar bereits bei der Babykleidung. Bei der Ernährung sind die 14- bis 25-Jährigen am ehesten zu Einschränkungen bereit. Sie achten beim Einkauf zunehmend auf biologisch angebaute Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Junge Menschen nutzen zudem häufiger öffentliche Verkehrsmittel als ältere. Viele sind auch sehr aufgeschlossen in Bezug auf Carsharing-Modelle als Alternative zum eigenen Auto oder geben sogar Fahrrädern oder E-Bikes komplett den Vorzug.

All das zeigt: Kinder und Jugendliche können und wollen mitmachen, mitentscheiden und ihre Zukunft mitgestalten. Unterstützen wie sie dabei!

 

Bildquelle:

Adobe Stock / Photographee.eu

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