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Der Held im Kinderzimmer

Väter dürfen einfach mehr (oder anderes)

Väter sind die modernen Helden im Kinderzimmer! Mit ihnen lässt es sich (fast immer) besser – und vor allem ausgelassener - spielen als mit Müttern.

Mit Papa dürfen beim Toben die Hosen schmutzig werden, das Abendessen gibt es als TV-Dinner und ins Bett geht es erst Stunden später. Aber wenn bei Papa der Spaß aufhört, dann ist seine Meinung weithin zu hören, der Nachwuchs pariert auf der Stelle. Schließlich hat der Mann ja das Sagen im Haus! Oder etwa nicht?

Rolle des Vaters ändert sich

Der Mann als Vater, seine Aufgabe in der Familie und seine Beziehung zum Nachwuchs unterliegt seit vielen Jahrzehnten dem gesellschaftlichen Wandel. Während einst die Kinder den Herr im Haus als Ernährer der Familie achten mussten, nicht selten seine strenge Hand fürchteten und sich dabei tiefe Vatergefühle, auf beiden Seiten, nur selten entfalten konnten, ist "Papa" heute der Erzieher seiner Kinder, Sportsfreund für den Sohn und Traummann für die Tochter.

Zwar ist in deutschen Familien das männliche Familienoberhaupt als Versorger noch immer vorherrschend vertreten, zugleich ist der "moderne Mann" aber auch bei Kindererziehung, Haushaltsführung und Alltagssorgen immer häufiger mit Hand und Herz dabei. Das neue Rollenverständnis hat aber auch seine Kehrseite: selbst gestandene Mannsbilder spüren zunehmend die Dreifachbelastung von Kinder, Küche und Karriere.

Der Vater - das zweite Kind?

Trotz neuer Rollenmodelle haben Mütter in aller Regel immer noch den fürsorglicheren, zärtlicheren Anteil bei der Kinderbetreuung. Väter hingegen übernehmen eher den autoritären Part, die Freizeitgestaltung und soziale Regeln. Ein Stück weit mag es dabei aber wohl auch um die Wahrung der eigenen Interessen und Kindheitsträume gehen, wenn Papa zuständig ist für die Bedienung der Modelleisenbahn, den Bau eines Baumhauses und den Besuch auf dem Abenteuerspielplatz.

Die Wunschfee tritt an dieser Stelle das Wort an den Philosophen Friedrich Nietzsche ab: "Besser als ein Mann versteht das Weib die Kinder, aber der Mann ist kindlicher als das Weib. Im echten Manne ist ein Kind versteckt: das will spielen. Auf, ihr Frauen, so entdeckt mir doch das Kind im Manne!" (Zitat aus: "Also sprach Zarathrustra").

(Quelle Bild: iStockphoto)

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