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Wie geht man mit einer Ehekrise um?

Wenn die Liebe auf der Strecke bleibt

„Es ist doch noch gar nicht so lange her, da schworen wir uns am Tag aller Tage ewige Liebe. Und jetzt – was ist geblieben? Und wo ist das gewisse Etwas hin?“ Gehören diese oder ähnliche Gedanken auch zu ihrem Alltag? Liegen die Tage der unbeschwerten Zweisamkeit hinter Ihnen? Gehört auch Ihre Ehe zu den vielen Ehen, die funktionieren, aber eben auch nicht mehr?

Den wenigsten Paaren ist es vergönnt, dass tiefe, warme Gefühl der großen Liebe und das Kribbeln im Bauch auch nach vielen Ehejahren ungemindert zu verspüren. Teilweise verschwindet die Verliebtheit und wird von einer großen Vertrautheit abgelöst, die beiden Partner ein starkes Gefühl von Sicherheit vermittelt. Problematisch wird es, wenn die Sicherheit mit Langeweile einhergeht.

Bestenfalls lebt sich das Paar auseinander, beschließt die Trennung und bleibt eventuell freundschaftlich verbunden. Besonders wenn Kinder zur Familie gehören, ist letzteres von entscheidender Bedeutung. Kritischer wird die Situation, wenn ein Partner sich bereits vorm offiziellen Ende neu orientiert, Vorwürfe, Streit und Enttäuschung an der Tagesordnung sind.

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Kinder, und sind sie noch so klein, haben auch für unterschwellige Streitigkeiten ihrer Eltern sensible Antennen. Eine typische Zeit für das Scheitern oder Kriseln in Ehen ist allerdings die frühe Schulphase der Kinder. Die Kleinen sind nicht mehr ganz so klein und schutzbedürftig, dass alle Energie und Gedanken auf das Wohl des Nachwuchses gelegt werden. Außerdem bestehen viele Ehen zu diesem Zeitpunkt rund zehn Jahre – genug Zeit, die rosarote Brille abzulegen, mehr zu wollen, seine eigenen Wünsche zu überdenken. Statistiken belegen, dass die Scheidungsrate nach ca. sechs bis acht Jahren ihren Höhepunkt erreicht, die durchschnittliche Ehedauer liegt bei gut 14 Jahren. Die Tendenz hierfür ist steigend – allerdings sicher nicht wegen steigender Harmonie in den ersten Ehejahren, sondern aufgrund der Verschiebung des Alters der Eltern beim ersten Kind nach oben.

Kinder lernen früh, zwischen gelegentlichen Streitigkeiten der Eltern und grundsätzlichen Krisen zu unterscheiden. Es ist normal, einen Streit oder eine Meinungsverschiedenheit auch vor dem Nachwuchs auszutragen. Da es auch bei teilweise alltäglichen Fragestellungen hitzige Diskussionen geben kann, ist es besonders wichtig, im Anschluss eine deutliche Versöhnung zu zeigen. Sowohl dem Kind als auch dem Partner wird dadurch signalisiert: Wir haben eine Lösung gefunden, alles ist wieder gut. Durch dieses Zusammenspiel von Streit und Versöhnung lernen die Kleinen, dass Streit ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und nicht immer der Anfang vom Ende ist.

Nahezu jedes Kind wird in seinem Freundeskreis Kinder mit nur einem Elternteil haben oder eine Trennung der Eltern von Schulfreunden mitbekommen. In solchen Phasen werden Streitigkeiten der eigenen Eltern besonders intensiv wahrgenommen. Hier gilt es liebevoll zu vermitteln, dass Sorgen unberechtigt sind. Wichtig ist es, die Ängste des Nachwuchses ernst zu nehmen, sich damit auseinanderzusetzen und Erklärungen anbieten. Ein bloßes Abwiegeln der Nöte hilft nicht weiter!

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Kinder sind keine Druckmittel

Schwierig wird es, wenn es keine gelegentlichen Streitigkeiten mehr sind, sondern die Ehe wirklich kriselt. Diese Probleme sollten nach Möglichkeit nicht vor den Kindern ausgetragen werden. Absolut tabu ist ein Einsatz der Kinder als Druckmittel für den privaten Rosenkrieg. Unabhängig von den Gefühlen füreinander werden beide Eltern ihre Kinder weiterhin unvermindert lieben. Dieses Recht muss auch den Kindern jederzeit zugestanden werden. Sie sollten nicht zu einer Entscheidung gezwungen werden, zu welchem Elternteil sie halten.

Es gibt in einer Beziehung kein Gut und Böse, keinen Schuldigen und kein Opfer!  Und dies müssen die Kinder von beiden Elternteilen immer wieder hören. Die Beziehung kriselt oder ist gescheitert – ok. Dafür gibt es Gründe. Vielleicht hätten beide Partner in der Vergangenheit etwas anders machen können – haben sie aber nicht! Beide haben den Versuch gestartet, das Leben miteinander zu verbringen. Beide sind gescheitert. Das Kind hat keine Schuld – und das kann ihm nicht deutlich genug gemacht werden! Allenfalls war die Beziehung nicht fest genug für ein Leben mit Kind, beide Partner nicht engagiert genug, sich auf die geänderten Lebensumstände einzustellen und Kompromisse zu finden.

Kein Schrecken ohne Ende

Bevor sich das Paar für eine Trennung entscheidet, sollten Hilfsangebote genutzt werden. Beziehungstipps sind im Internet zu finden, wie beispielsweise auf der Seite www.martin-von-bergen.info. Führen keine Wege aus der Krise mehr hinaus, bleibt oft nur die Trennung. Falsch wäre in diesem Fall, dem Kind zuliebe zusammenzubleiben. Sich eine Wohnung zu teilen, heißt noch lange nicht, eine Familie zu sein! Wer glaubt, Kinder spüren die negative Energie gescheiterter Beziehungen nicht, liegt gänzlich verkehrt. Es ist für Kinder schwer vorstellbar, wie das Leben sein wird, wenn Mutter oder Vater ausziehen. Daher würden sie in der Regel auch nie sagen, dass der Schritt für sie ok wäre.

Allerdings ist das Aufwachsen in einer angespannten, distanzierten und von Enttäuschungen geprägten Atmosphäre für kein Kind glücklich. Für Kinder sollten Lachen, Fröhlichkeit und Unbeschwertheit an der Tagesordnung sein. Ist dies in einer Fortführung der Partnerschaft nicht zu gewährleisten, ist eine Trennung allen gegenüber fairer. Längst sind Patchworkfamilien keine Ausnahme mehr und der Nachwuchs arrangiert sich in der Regel schneller mit neuen Situationen, als viele Eltern sich im Vorfeld vorstellen können. Wichtig ist hierbei, dass beide Elternteile ihm Halt geben, die Liebe versichern und signalisieren, immer für ihn da sein – auch das Elternteil, das mit einem mal räumlich weg ist.

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(Quelle Bild: Fotolia/ © Susanne Güttler)

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