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Brauchen Kinder Superhelden?

Sie sind schlau, stark, mutig, witzig und nahezu unverwundbar. Superhelden sind schiere Alleskönner, die mit keiner Herausforderung und keinem Problem überfordert sind und auf alles eine Antwort wissen. Sie verfolgen kein geringeres Ziel, als die Welt zu retten - und das gelingt ihnen auch immer.

Genau deswegen sind Kinder von Superhelden fasziniert. Kein Kinderzimmer kommt ohne sie aus, ob als Poster an der Wand, als Bettwäschemotiv oder als eine der vielen Figuren von Funko-Pop. Aber Superhelden dienen nicht nur der Unterhaltung, sie sind zugleich Vorbilder, zu denen die Kinder aufschauen. Im Gegensatz zu Stars der Musik- und Modewelt stehen sie nicht für oberflächliche Schönheitsideale oder einen möglichst hohen Bekanntheitsgrad, sondern für handfeste Taten, die die Welt verbessern sollen. Eigentlich ein perfektes Vorbild - oder?

Superhelden leben Menschlichkeit vor

Generell ist es richtig und wichtig, dass Kinder Vorbilder haben, an denen sie sich orientieren können. Im frühen Kindesalter sind das häufig noch die Eltern, später dann die spannenderen und interessanteren Superhelden. Schließlich kann Mama nicht fliegen, und Papa kann sich nicht unsichtbar machen. Die übermenschlichen Helden symbolisieren einen Ausbruch aus den Normen und Regeln des Alltags, und das Kind projiziert seine Wünsche und Sehnsüchte auf sie.

Der Mythos vom Superheld ist gerade in einer Phase wichtig, in der die Kinder mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert werden und sich ihre Persönlichkeit definiert. Der Gedanke an Wesen mit übermenschlichen Kräften schafft Vertrauen, und die Superhelden leben Lösungsansätze für die konkreten Probleme im alltäglichen Umfeld vor. Beispielsweise kann ein Superheld, der die Schwachen gegen die Bösen verteidigt, ein Vorbild für das Verhalten in einer Mobbing-Situation sein.

Bitte nicht abheben

Die sogenannten "Real Life Superheroes" wollen zeigen, dass Superhelden durchaus in der echten Welt existieren. Sie verkleiden sich als die Helden ihrer Kindheit und beenden Schlägereien auf der Straße oder tragen älteren Leuten die schweren Einkaufstaschen hinterher. Dabei machen sie sich geschickt die Verdienste ihrer imaginären Vorgänger zunutze, denn die Verkleidung sorgt dafür, dass sie beachtet und ernst genommen werden.

Das ist zwar eine nette Idee, aber viel wichtiger ist es, Kindern beizubringen, dass es kein Superheldenkostüm braucht, um anderen Menschen zu helfen. Und dass es nicht gut tut, wenn man dauernd versucht jemand zu sein, der man nicht ist - auch wenn dieser Jemand ein Superheld ist.

Dann hat das nämlich eher etwas mit Realitätsflucht als mit Vorbildfunktion zu tun. Wenn einem das Pausenbrot geklaut wird, kann man es sich eben nicht mit seinen elastischen Gummiarmen zurückholen oder den Übeltäter mit seiner Stahlfaust in den Graben schubsen.

Auch wenn die vorgelebte Moral der Helden prinzipiell hilfreich ist, scheitert es zumeist an der erfolgreichen Imitation im Alltag.

Daher ist es sinnvoll, wenn sich die Kinder auf die psychischen Eigenschaften der Helden konzentrieren, etwa Mitgefühl und Durchhaltevermögen. Denn Superhelden zeigen, dass man nie aufgeben sollte, auch wenn die Lage noch so schlimm erscheint - und dass letztendlich das Gute siegt.

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(Bildquellen: 1- Flickr Superman Ben Grey CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten, 2 + 3 - Fotolia, Konstantin Yuganow)

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