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Berufung Hebamme: Mehr als reine Geburtshilfe

Welche Leistungen bieten Hebammen an?

Die Hebamme begleitet die Schwangerschaft ebenso wie die ersten Monate mit dem Neugeboren. Im folgenden gibt es Antworten auf ein paar häufig gestellte Fragen zum Thema „Hebammen in der Geburtshilfe“.

Der erste Kontakt mit der Hebamme findet in der Regel beim Geburtsvorbereitungskurs statt. Braucht jede Frau einen solchen Kurs?

Man "darf" auch ohne einen Geburtsvorbereitungskurs entbinden und meine Erfahrung zeigt, dass auch Frauen ohne Kurs zurecht kommen. Ich finde den Kurs allerdings empfehlenswert, nicht nur weil man dort Kontakt zu anderen Schwangeren knüpfen kann, sondern, weil einem Ängste genommen werden und die Grundlagen für ein gutes Geburtserlebnis vermittelt werden.

Wie stellt sich der Geburtsvorbereitungskurs zusammen?

Der Kurs setzt sich in der Regel aus verschiedenen Themenblöcken zusammen. Die Themen variieren bei jeder Hebamme ein wenig, die Grundinfos sind aber dieselben. In meinem Kurs behandele ich zuerst die körperliche Veränderung in der Schwangerschaft – hierzu gehören auch Übungen zur Körperwahrnehmung. Auch die Ernährung in der Schwangerschaft wird aufgegriffen: Was darf man essen, worauf sollte man lieber verzichten?

Der theoretische Teil befasst sich mit Fragen rund um die Geburt: Wie merke ich, dass es losgeht? Was gehört in den Klinikkoffer? Was gibt es für Mittel gegen den Geburtsschmerz? Was sind die "Aufgaben" des Partners während der Geburt? Außerdem stehen Informationen rund um den Kaiserschnitt – geplant oder ungeplant – auf dem Themenplan, ebenso wie Informationen zum Geburtsablauf an sich. In praktischen Übungen wird das Atmen unter der Geburt geprobt, es werden Wehen simuliert, Phantasiereisen und Entspannungsübungen erlebt und Massagetechniken vermittelt.

Es gibt außerdem eine Starthilfe für die erste Zeit mit Baby: Erstausstattung, Stillen, Babypflege, Bonding, Wochenbett und Rückbildung – all diese Punkte werden angesprochen. Und natürlich bleibt auch Zeit für individuelle Fragen.

Welche Leistungen erbringt die Hebamme sonst noch während der Schwangerschaft?

Das Angebot der Hebammen ist sehr vielfältig. Neben der normalen Beratung, ist die Hebamme Ansprechpartnerin für Beschwerden während der Schwangerschaft. Einige Hebammen bieten Yoga oder Schwimmkurse für Schwangere an. Man kann sich bereits im Vorfeld informieren, ob eine Hebamme homöopathische Behandlungen, Akupunktur oder andere Zusatzleistungen anbietet.

Die Geburt steht an... aber wo soll ich entbinden?

Es gibt im Normalfall vier Möglichkeiten zu entbinden: Geburt im Krankenhaus, im Krankenhaus mit Beleghebamme, im Geburtshaus oder Hausgeburt. Wenn man im Krankenhaus entbindet, wird man durch die diensthabende Hebamme betreut – also nicht von der Nachsorgehebamme. Einige Hebammen bieten sich als Beleghebammen an:

Entbunden wird ebenfalls in der Klinik, die Betreuung wird allerdings von einer vorher bestimmten Hebamme durchgeführt, die für die Geburt auf Abruf bereit steht. Diese Möglichkeit wird von sehr wenigen Hebammen angeboten und kann auch nur in einem Belegkrankenhaus durchgeführt werden, so dass man sich lange vor der Geburt informieren und bei der Hebamme anmelden muss. Sowohl bei dem Wunsch nach Geburtshausgeburt, als auch Hausgeburt sollte man sich ebenfalls recht früh bei einer Hebamme anmelden, da diese Hebammen die Frauen auch in der Schwangerschaft gerne betreuen um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Das Baby ist da... und jetzt?

Die Hebamme betreut Mutter und Kind in der Nachsorge. Zuerst kommt sie täglich zu den Wochenbettbesuchen um Brust, Gebärmutterstand und eventuelle Geburtsverletzungen zu untersuchen und bei der Babypflege – Nabelpflege, Wickeln, Baden,... – zu helfen. Die Besuche werden dann immer weniger und schleichen am Ende ganz aus.

Viele Hebammen bieten danach Kurse für die Mütter an: Beim Rückbildungskurs werden alle Muskelpartien gestärkt, die durch die Geburt in Mitleidenschaft gezogen wurden. Sowohl Babymassage, Beckenbodenkurs, und Beikosteinführungskurs sind nicht nur informativ – sie dienen auch als Begegnungsstätte für frischgebackene Mütter, die dort auf Gleichgesinnte treffen.

Wie finde ich eine Hebamme?

Es gibt Hebammenlisten, die zum Beispiel beim Frauenarzt, in Mütterzentren, im Jugendamt oder bei Pro Familia ausliegen. Gezielt suchen kann man auch übers Internet: www.hebammensuche.de

(Quelle Bild: Istockphoto)

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