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Computerspiele: Eltern aufgepasst

Computerspiele sind bei Kindern beliebt: Die Bildanimationen und Soundeffekte wirken oft faszinierend, mitunter verblüffend realistisch und bieten fesselnde Abenteuer. Häufig hört man aber, dass schon die Kleinsten stundenlang vor dem Monitor sitzen.

Schnell wird von Spielsucht und übermäßiger Aggressivität gesprochen. Eltern, die ihren Kindern von Beginn an klare Regeln setzen und einen Blick darauf haben, was gespielt wird, minimieren die Gefahren des zu exzessiven Computerspielens.

Spielen hat seinen Zweck

Das Spielen selbst ist ein Grundbedürfnis der Kleinen und schult so manche Fertigkeiten. Ein Videospiel bietet den Kindern den Freiraum, Dinge auszutesten, die nicht in direkter Relation zu ihrem echten Alltag stehen. Hier lernen die Kinder nicht nur, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden: Sie können sogar beide Seiten ausprobieren und viel über die Konsequenzen guter wie auch böser Handlungen lernen. Zudem fördert das Gaming die Interaktion mit anderen. Die Kinder lernen, auch rivalisierende Mitspieler zu respektieren oder gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln.

Klare Regeln sind notwendig

Der Spaß am Spiel kann jedoch zur Sucht werden. Aus diesem Grund müssen Eltern klare Regeln definieren:

  • Zu welcher Zeit darf gespielt werden?

  • Wie lang darf die maximale Spielzeit sein?

  • Welche Spiele sind erlaubt?

Am besten werden die Regeln mit den Kids gemeinsam festgelegt und erklärt, warum man diese oder jene Regel fordert. Besonders wichtig ist die Festlegung einer maximalen Spieldauer. Die Initiative Schau hin rät Eltern, Kinder unter drei Jahren das Spielen am Tablet, Smartphone oder PC generell nicht zu erlauben. Sie entwickeln sonst weniger direkte Erfahrungen mit der Umwelt. Bis zu einem Alter von 7 Jahren sollten Kinder nicht länger als 30 Minuten mit dem Computer- oder Konsolenspiel verbringen. Bei 8- bis 9-Jährigen sollten es hingegen nicht mehr als 45 Minuten sein, 10- bis 11 Jährige können bis zu einer Stunde spielen. 12 und 13-Jährige darf man täglich bis zu 75 Minuten für PC-Games erlauben.

Allerdings sollte es für oben genannte Regeln – insbesondere für ältere Kinder – auch Ausnahmen geben. Der Grund: Einige Spiele, vor allem Strategiespiele, lassen sich oftmals nicht abrupt beenden ohne, dass der der aktuelle Spielstand verloren geht. In solchen Fällen können Eltern mit ihren Kindern alternativ ein Wochenlimit vereinbaren oder einen inhaltlichen Abschnitt als Grenze bestimmen (zum Beispiel nach einem Endkampf). So lernen Kinder einerseits den selbstständigen und kompetenten Umgang mit Spielen und Medien im Allgemeinen, vergessen aber durch die zeitliche Begrenzung nicht, sich auch um Dinge außerhalb des Spiels zu kümmern.

Welche Spiele sind erlaubt?

Wenn Eltern verstehen, was bestimmte Games ausmacht und was die eigenen Kinder spielen, fällt es leichter, Grenzen und Verbote festzulegen. Ein Onlinespiel wie Big Farm zum Beispiel, das Eltern auf Browsergames.de anspielen können, eignet sich für Kinder jeden Alters, da es gewaltfrei und einsteigerfreundlich ist. Bei einem Simulationsspiel wie diesem kann der Spieler zwischen unterschiedlichen Vorgehensweisen frei entscheiden: Die Kinder lernen hierbei, eigene Ideen zu entwickeln, was die Kreativität enorm fördert.

Diesem Spielegenre stehen beispielswiese Ego-Shooter gegenüber. Diese sind nicht generell zu verurteilen, denn die Palette reicht von kindgerechten, eher witzig gestalteten Spielen bis zu gewalttätigen und blutigen Schlachten. Spiele, bei denen die Darstellung von Gewalt stark im Vordergrund steht, können – wenn die Kinder sie lange und intensiv spielen, ohne andere Dinge zu tun – durchaus die Aggressivität fördern. Eltern sollten die Spiele der Kinder deshalb genauer unter die Lupe nehmen und auf die Handlung, die Nähe zur eigenen Realität und Inszenierung und Bewertung der darin dargestellten gewalttätigen Aktionen achten.

Einige Ego-Shooter scheinen auf den ersten Blick aufgrund ihrer Grafik gewaltverherrlichend, sind es aber nicht, weil das Spiel auch die negativen Konsequenzen gewaltvollen Handelns beleuchtet. Andere hingegen wirken aufgrund einer niedlichen Knuddelgrafik kindgerechter als sie eigentlich sind. Um zu beurteilen, ob ein Spiel für das Kind und sein Alter geeignet ist, sollten Eltern sich nicht nur selbst mit den Spielinhalten auseinandersetzen, sondern auch Spieleempfehlungen und Beurteilungen von Seiten wie spielbar.de oder der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) lesen.

(Bildrechte: Flickr Games bane bane CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

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